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Cigarettes After Sex – Cry

Das neueste Album von Cigarettes After Sex mit dem treffenden Titel Cry erkundet toxische Beziehungen, unerwiderte Liebe und all die Dinge im Leben, die großes Elend hervorrufen und einen zum – nun ja, Weinen bringen können.

Die Zutaten sind die gleichen wie auf dem Vorgänger: schlurfende Grooves bilden die Basis für langgezogene Gitarrentöne und die zärtlich Stimme von Greg Gonzales. Mit Don’t Let Me Go steht einer der besten Songs gleich am Anfang. Ein unaufgeregter Song, dessen Melodie unauffällig aber extrem wirkungsvoll ist.

Mein Favorit ist allerdings der Titelsong. Es ist ein herzzerreißendes Stück über unerwiderte Liebe und die Tatsache, dass ein Liebhaber den anderen verlassen muss, um weiteren Schaden zu verhindern.

Der Refrain des Songs ist unglaublich kraftvoll, und die Schuldgefühle und Verletzbarkeit in Gonzales’ Stimme sind intensiv und ehrlich.

Maybe I'd change for you someday 
But I can't help the way I feel
Wish I was good, wish that I could
Give you my love now
But I need to tell you something
My heart just can't be faithful for long
I swear I'll only make you cry

Cry ist eines dieser Alben, welches unglaublich deprimierend und wunderschön zugleich ist. Der Schmerz und das Elend sind nicht nur in Gonzales’ Stimme zu hören, sondern auch in der Instrumentierung.

Für mich gibt es nur einen Wermutstropfen: das komplette Album ist ein überraschungsfreier Aufguss des Debüts. Dort gab es allerdings die stärkeren, weil noch dichteren und intensiveren Songs.