Die Zeichen des Umbruchs im Tonträgerverkauf lassen sich überall beobachten: CD-Verkäufe sind seit Jahren rückläufig, mit Tower Records schloß eine der größten CD-Handelsketten ihre Pforten, die Zahl der digitalen Downloads steigt weiterhin (legal wie illegal), Alain Levy von EMI erklärte die CD in ihrer jetzigen Form gar für tot.

Jüngstes Beispiel: die britische Handelskette HMV verzichtet in Zukunft darauf, die von der Official Charts Company OCC aufgestellten Hitlisten in ihren Regalen oder per Aushang zu präsentieren. Denn seit Anfang 2007 werden auch digitale Verkäufe in die Charts mit einbezogen, die man nicht auf physischen Tonträgern erwerben kann.

Managing Director Steve Knott: “Wir haben uns immer genau an die OCC-Charts gehalten, nun können wir das aber nicht mehr, da ein gewisser Anteil der gelisteten Titel nicht mehr als physischer Tonträger erhältlich ist. Damit wir keine Lücken in den Regalen haben, greifen wir künftig auf unsere eigenen Charts zurück.”

Mit Sicherheit werden in Großbritannien andere Händler folgen, und meiner Meinung nach ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch in Deutschland ähnliche Umwälzungen stattfinden.

via Musikwoche

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