Dem Martyn ist es aufgefallen, vielen von euch wahrscheinlich auch.

Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs. Mindestens einmal im Jahr kriege ich einen Rappel, dann bin ich mit meinem Blog so dermassen unzufrieden, das es schon fast wehtut. Normalerweise suche ich mir dann ein neues, freies WordPress Theme und schon erstrahlt hier alles im neuen Glanz. Hätte ich auch machen könenn, nur diesmal bin ich irgendwie noch unzufriedener. Und ob ihr es glaubt oder nicht: ich habe ernsthaft darüber nachgedacht, nicorola einzustampfen.

Dafür gibt es mehrere Gründe.

  1. Ich habe zwei wundervolle Kinder, dreieinhalb Jahre und acht Monate alt, mit denen ich meine Freizeit verbringe.
  2. Für unseren Lebensunterhalt muss ich arbeiten, und ich habe in letzter Zeit immer mehr auf dem Tisch.
  3. Ich betreibe nicorola defacto allein (von meinen wundervollen Gastbloggern Sara und Markus einmal abgesehen).

Und mal ehrlich: was genau würde ich für eine Lücke hinterlassen, die andere nicht füllen könnten bzw. längst gefüllt haben? Das waren meine Gedanken, und glaubt mir, ich hatte meinen letzten Post schon fast fertig im Kopf. Meinen Abschiedsgruß.

Aber dann habe ich weiter nachgedacht. Das hier ist mein Baby, es wird bald sieben Jahre alt. Ich kann das nicht einfach so einstampfen. Mir würde mein Herz bluten. Dann habe ich mich gefragt, was ich hier eigentlich genau mache. Das hat mich zu folgenden Überlegungen geführt:

Warum tue ich so, als sei ich ein Musikmagazin?

nicorola ist ein Blog. War es und wird es immer sein. Warum also zwänge ich mich in das klassische Musikjournalisten-Korsett und schreibe Kritiken, Konzertberichte, Interviews? Wer bitte zwingt mich dazu, mich an solche Formate zu halten? Ich kann doch auch in zwei Sätzen schreiben, wie wahnsinnig toll ich ein Album finde, ohne das ich da jetzt groß eine Rezension draus machen muss. Und warum stehe ich nicht ehrlich dazu, das ich von einigen Bands noch nie gehört habe? Dachtet ihr ernsthaft, das ich alles, was ich schreibe, vorher gewusst habe? Google ist mein Freund, Wikipedia auch.

Ich für meinen Teil finde das zunehmend ermüdend, vor allem weil ich sehe, das ich die Professionalität bekannter Musikmagazine und -blogs niemals erreichen werde.

Warum versuche ich, einen Output von mehreren Beiträgen am Tag zu halten?

Beschränke ich mich auf den deutsch Raum, dann sehe ich folgendes: die White Tapes, 78s und in letzter Zeit auch Testspiel werden nicht von einer Person alleine befüllt. Warum also verspüre ich den innerlichen Druck, mit diesen (wirklich tollen Blogs) mitzuhalten? Völliger Schwachsinn! nicorola wird nie ein richtiges Multiautoren-Blog werden, dazu ist der Name und auch die Ausrichtung zu sehr auf mich als Person zugeschnitten.

Warum höre ich mir alle Neuerscheinungen und Promos an, auch wenn ich die Musik nicht mag?

Wieso verspüre ich den Druck, alle mir zugeschickten Promo-CDs und digitalen Downloads anzuhören? Zusätzlich zu den Alben, die ich eh schon auf meiner Liste habe? Wahrscheinlich weil es meine Leidenschaft ist. Aber mal ehrlich: es bringt mir, den Künstlern und wahrscheinlich auch euch mehr, wenn ich nur drei oder vier Alben im Monat hören. Dafür aber mit Leidenschaft und Intensität.

Und jetzt?

Es wird sich einiges ändern. Ich werde mich von klassischen Formaten zu lösen versuchen. Ich bin kein Journalist, ich bin Musikfan. Und so werde ich das in Zukunft auch wieder angehen. Erst habe ich die Sterne bei den Kritiken abgeschafft, jetzt befreie ich mich vom Korsett. Klar werde ich weiterhin Interviews führen, Videos und MP3s posten, auf Konzerte gehen. Aber wie ich das hier in Zukunft präsentiere, das ist noch offen. Ich hoffe, das ganze wird freier. Aus diesem Grund habe ich auch die beengende Sidebar aus diesem Theme entfernt. Ich brauchte Luft zum Atmen. Ein neues Layout kommt mit Sicherheit auch, ich bin noch auf der Suche. Wenn ihr Vorschläge habt: gerne!

Soviel dazu. Jetzt fühle ich mich schon viel freier. Und wenn das mit meinen Vorsätzen klappt, dann werde ich auch endlich wieder glücklich mit diesem Monster namens nicorola.

27 KOMMENTARE

  1. Nico, ich finde es wirklich beachtlich was Du die letzten Jahre hier auf die Beine gestellt hast und bei mir würde das Ende dieses Blogs eine große Lücke hinterlassen. Durch Deine Arbeit habe ich wirklich sehr viel neue Musik für mich entdeckt und lieben gelernt. Das möchte ich nicht missen und tatsächlich ist mir auf Deine persönliche Meinung zu Künstlern und Alben viel wichtiger geworden als die der großen Musikmagazine. Einfach deshalb, weil ich mich damit sehr gut identifizieren kann. Daher mach’ bitte weiter! Bleibe Vater, bleibe Musikliebhaber, bleibe Blogger.

  2. Lieber Nico,

    ich kenne deine Gedankengänge sehr gut und ich selbst erwische mich auch gelegentlich dabei, wie ich mich bemühe ins “professionelle” abzudriften oder wie ich die Bloggerei als “Pflicht” ansehe. Ein Blog ist ein Blog und sollte einfach persönlich sein. Punkt aus. Ich denke nicht, dass der Markt so viele professionelle Musikmagazine benötigt und – auch wenn ich die von dir erwähnten Musikmagazine selbstverständlich auch (total gern!!) lese und – erfreuen mich doch die Posts am meisten, bei denen ich das Gefühl habe, den Menschen dahinter kennenzulernen. (Das ist wohl auch der Grund, warum ich neben Musikblogs auch Modeblogs und Seiten wie Sexdrugsblognroll oder Amy & Pink liebe!)
    Ich denke, es geht vielen so. Und deshalb habe ich mich damals auch dazu entschlossen, persönlicher zu schreiben und nicht immer zwanghaft das zu posten, was man einfach “posten muss”, weil es so brandaktuell ist.

    Ich freue mich jedenfalls sehr auf deine neuen Artikel und finde es sehr gut, dass du den Weg gehst. 🙂

    … Und – daran muss ich mich auch immer selbst dran erinnern – eigentlich sollte alles auch irgendwie ein Hobby sein und aus Spaß an der Freude geschehen 😉

    Wunderbare Grüße aus dem Norden,
    Janina

  3. Ich glaube das geht jedem so. Ich denke mindestens einmal alle drei monate darüber nach, welche Lücke WhiteTapes hinterlassen würde und die Antwort ist: keine große, die nicht gefüllt werden könnte. Aber darum geht es doch auch gar nicht. Es würde bei mir eine riesen Lücke hinterlassen. Irgendein Lied, das mich vor Freude beim Hören innerlich auf und ab springen lässt, erinnert mich dann daran, dass ich eh wieder irgendeine seite aufziehen würde, um dieser Freude an Musik Ausdruck zu verleihen.. bzw. ganz eigennützig irgendwo schreiben möchte: eeeep, TOLL!!
    In welcher Form, also ob wirklich so oder in einer Rezension, ist doch wirklich egal. Finde ich jedenfalls.
    Mach so weiter, wie es dir Freude bereitet. Denn das ist der wichtigste Punkt an dem Ganzen 🙂 Ohne Nicorola würde aber schon was fehlen! Darauf können wir uns, glaube ich, alle einigen!

  4. Hej Nico, mal ein Schuss aus der Hüfte von mir:

    wir teilen ja offenbar beide das Faible für gewisse “Rappel”, die uns dann und wann überkommen. Bei mir dauert der Rappel nun schon eine ganze Weile an (1 Jahr?) ohne genauen Plan, was ich mit meinem Blog eigentlich anstellen will. Ich finde auch nicht die Zeit dazu, mich damit ausdauernd auseinander zu setzen.

    Prinzipiell stimme ich dir zu: Man kann und sollte nicht mit Musikmagazinen oder Mehrautorenblogs in Sachen Aktualität oder Masse konkurrieren. Man muss – wenn man den Ausdruck konkurrieren jetzt mal nicht ganz so hart versteht – einfach durch Qualität, einen eigenen Stil (Musik, Sprache, Design, whatever) und den gewissen Forscherdrang konkurrieren.

    Alleinstellungsmerkmale schaffen, wie es bei dir bspw. deine Seitenwechselserie ist (oder auch der VÖ-Überblick, den ich so woanders nicht kenne, außer in den Untiefen irgendwelcher Foren).

    Ich denke – rede aber hier immer unter dem Vorbehalt, dass ich es bei mir seit Monaten nicht wirklich hinbekomme, das Ganze so aufzustellen – dann hat man auch automatisch Spaß an der Sache und ist keinem seltsamen Pflichtgefühl unterworfen (heute muss ich noch 2 Artikel machen, oder der und das Blog haben darüber geschrieben, warum ich nicht?).

    Genieß die Zeit mit deiner Familie – die kommt nicht wieder. Bloggen kann man immer wieder, man kann mal zurückfahren, aussetzen, wieder einsteigen etc. Man verliert mal ein paar Leser, man gewinnt neue, so what.

    Tom

  5. Diese “Rappel” sind uns mehr als bekannt, auch wir wollten gerade das Layout umschmeißen, haben dann nur am Rande gewerkelt, weil zu rappelig um ein neues Layout zu finden. Auch sonst, kann ich dich sehr gut verstehen, ich hab ja ne ganze Weile sehr wenig geschrieben und bin immer wieder beeindruckt, dass meinem Liebster und Co-Blogger nie die Puste auszugehen scheint. Trotzdem ist es wichtig und das müssen auch wir uns immer wieder sagen, nicht freiwillig in irgendein Korsett zu steigen. Ich glaube wir machen alle ohne es wirklich zu wollen, den ganzen VÖ-Wahnsinn mit. Dabei ist Musik, die schon vor ein paar Monaten oder Jahren veröffentlicht wurde bisweilen besprechenswerter als die aktuellen Releases. Genieß einfach den Sommer mit deiner Familie, schaff dir den Kopf frei und mach dann mit neuer Lust und Inspiration weiter. Nicorola würde wirklich sehr fehlen. Ich nenn dich einfach mal Instanz oder gebrauche gleich das neue Unwort “Edelblogger” 😀

    Liebe Grüße
    Brigitte

  6. @DifferentStars:
    @Nico: Noch 5 Wochen Diplomarbeit…

    @Brigitte: Der VÖ-Wahnsinn, das ist auch ein gutes Stichwort… Die Platten, die ich mir in letzter Zeit gekauft habe und mehrmals durchgehört, teils sogar mit Notizen fürs Blog, sind alle 2 Jahre alt und älter. Irgendwie habe ich gar keine Lust mehr, mir alles möglich neue und ach-so-tolle anzuhören, jeden Monat aufs Neue hinterherhoppeln, wenn es doch so viel Gutes woanders zu entdecken gibt 🙂

  7. Hallo Nico,

    wenn ich das so lese, fühle ich mich zurückerinnert, warum ich irgendwann aufgehört habe mit meinem Musikblog. Für einen alleine ist das auf Dauer nicht zu stämmen – musste ich irgendwann einsehen, das eigener Anspruch und die zeitlichen Möglichkeiten nicht zusammenpassen.

    Bin gespannt auf dein neues Format! Bleib am Ball!!!

    Grüße

    Henning

  8. hallo nico.
    bitte weitermachen! ich gehe wirklich mehrmals wöchentlich auf deinen blog und habe ihn auch schon mehreren sehr entusiastischen musikfreunden weiterempfohlen. und alle waren begeistert. ich weiss nicht, wieviele songs / musiker / internetseiten ich schon über deinen blog entdeckt oder wiederentdeckt habe. musikzeitungen brauche ich da wirklich keine mehr.

    ich kenne dein dilemma: habe selber zwei kleine kinder…

    grüsse aus der schweiz
    martin

  9. @Springfeldt: Schade, das du ganz aufgehört hast. Aber durchaus nachvollziehbar.

    @Martin: Vielen dank für das tolle Lob. Keine Angst, ich mache weiter. Ich will mich nur keinen Formatzwängen, Veröffentlichungsterminen und Posting-Frequenzen mehr beugen.

  10. Interessant, wieviele Musikblogger offenbar die gleichen Aufs und Abs durchmachen. Wahrscheinlich liegt’s ganz einfach daran, dass die meisten in ähnlichen Lebenssituationen damit anfangen (ungebunden, Student o.ä., kein Geld für CDs), dann richtig Arbeit und Enthusiasmus reinstecken, wirklich hochwertigen Output produzieren … und irgendwann ändern sich einfach die Zeiten. Man ist nicht mehr so frei (Familie etc), hat abends keinen Nerv mehr, sich jede neue Hype-Band anzuhören, die Promos landen schon auch mal ungehört im Regal, wenn das Cover schon scheiße aussieht oder die falschen Referenzen im Beipackzettel auftauchen, und in der Musiklandschaft passiert eigentlich nur noch einmal im Jahr was Spannendes.
    Meiner Erfahrung nach hilft da nur: Trotzdem irgendwie weitermachen. Und wenn’s nur 4 Posts im Monat sind. Irgendwann kommen nämlich dann wirklich mal wieder ein paar Songs und Bands, auf die man sonst nie gestoßen wäre und für die sich der ganze Aufriss allein schon lohnt.
    Und um nicorola.de als Ganze wäre es sowieso schade.
    Deshalb von meiner Seite: Nicht verzagen, bitte dranbleiben, und einmal im Jahr ein neues Design verzeiht man dann auch gern! 😉

  11. Dein Ich-werde-nicht-aufhören-Post ist echt beruhigend. Kenne den Blog erst seit nem Jahr oder so, schaue seit dem aber so gut wie jeden Tag rein. Was dein Blog ausmacht, ist eine Art Wohnzimmeratmosphäre. Man hat irgendwie ziemlich oft Lust, deinen Blog zu “besuchen”. Aufgrund dieser Atmosphäre passt das Wörtchen “besuchen” auch nicht ganz…naja, eigentlich wollt ich nur schreiben, dass der Blog meinen Lerntag (Staatsexamen) echt erleichtert. Vielen Dank dafür!

    Es grüßt
    der thomas

  12. Eine weise Entscheidung! Es wäre sehr schade gewesen, wenn es Nicorola plötzlich nicht mehr gäbe. Und zwar nicht wegen der Rezensionen, der Aktualität oder des Magazinformats, sondern schlicht wegen deiner persönlichen Meinung zu Musik, egal wie sehr diese dabei meinen Geschmack trifft.

    Ich habe dein Blog nie als wirkliches Musikmagazin gesehen, denn du hast den Blogcharakter inhaltlich doch immer wenn auch vielleicht unbewusst aufrecht erhalten. Deine Entscheidung, dich von Zwängen zu befreien, halte ich für das Beste, was du hier tun kannst. Da kann ein schon tolles Blog in meinen Augen nur noch besser werden! Ein Blogger, der über Musik schreibt, die er liebt, ist mir um einiges lieber als ein Magazin, das der Vollständigkeit halber jeden Hype erwähnt und so immer unpersönlicher wird.

  13. @nicorola:

    Naja, ganz aufhören schieb ich irgendwie noch weg. Die Seite ist ja nach wie vor online. Aber ist schwierig eine Nische zu finden. Letztendlich war die momentane Auszeit dann schlicht und einfach durch Zeitprobleme verursacht. Alles alleine posten und nebenbei Familie und Geld verdienen ist schwer zu schaffen – brauche ich dir sicherlich nicht sagen. Ist noch nicht vom Tisch der eigene Blog, oder man arbeitet bei nem fremden Blog mit, der einem zusagt. Nal schauen.

    Deinen neuen Ansatz find ich richtig gut. Viel Erfolg! Ich schaue weiterhin regelmäßig vorbei…

    Ps. Frank Turner: “Music is my substitute for love.”

  14. Hi Nico,

    ich kann allen Vorrednern nur zustimmen, dass ohne nicorola etwas fehlen würde. Dieses Von-den-Zwängen-Befreien ist der absolut richtige Schritt.

    Ich habe in deinem Blog immer am liebsten die Postings gelesen, in denen zur Geltung kam, dass du begeistert bist.

    Konkrete Beispiele waren bei mir The National und Yuck, die ich nur durch dein Blog kennengelernt habe, auch wenn die Namen natürlich überall rumschwirrten. Aber deine Rezension zu High Violet hat mich einfach reinhören lassen – und zack, hatte die Band mich.
    Ob das nun zukünftig Rezension heißt oder nicht, ist doch wurscht. Wichtig ist, dass die Musik dir wichtig ist, über die du schreibst, denn dann begeisterst du ganz automatisch. Und das wird dann wahrscheinlich ein bisschen weniger sein, als das, was in letzter Zeit immer online kam, oder?

    Danke für deine Mühen und weiterhin alles Gute, natürlich nicht nur für nicorola.
    Frank

  15. Als stiller Mitleser – find’s gut dass du weitermachst. Das ist doch das schöne an den Dingen die man nur als Hobby macht – du kannst tun und lassen was du willst, es ist dein Ding. Keine äusseren Zwänge.

  16. Ich bin sehr erleichtert, daß Du nicorola nicht aufgibst. Ich verfolge Deinen Blog jetzt auch schon lange und mir würde ebenfalls wirklich etwas fehlen, wenn Du aufhören würdest. Ich habe eine lange Feedliste und viele Blogs überfliege ich nur, um zum Wesentlichen, der Musik, zu gelangen. Aber Deine Artikel habe ich immer gerne gelesen. In Deinen Worten über Musik steckt einfach viel Leidenschaft drin, was mir wahnsinnig gut gefällt. Wie auch immer: Ich freue mich auf Deinen neuen Ansatz!

  17. Nico,
    ich kann deine Gedanken sehr gut verstehen, auch wenn es nie zu einem großen Blogger gebracht habe. Ein Blog ist ja sehr oft eine sehr persönliche Sache, deshalb ist es eine gute Entscheidung das Format zu ändern. Ich war immer wieder überrascht, wie viel Energie du in dieses Projekt gesteckt hast. Mir war bewusst, dass du kein Musikjounalist bist, dennoch immer sehr viel Inhalt produziert hast. Dafür und für deine Entscheidung zolle ich dir Respekt! Ich hoffe, dass ich noch lange was von dir lesen kann. Zwei Sätze wären da völlig ausreichend, ich halte mich ja auch eher kurz. Und ja, hör auf, Musik zu hören, die gut nicht magst. Mir reichen Neuigkeiten von The National und Co. hier zu lesen! 🙂
    Grüße
    Andreas

  18. @DifferentStars: Oh man, da haben die mit diesem “Edelblogger” aber echt was verbrochen. 🙂 Aber immer noch besser als A-Blogger.

    @Frank: Ich denke ja, ein wenig weniger wird es werden. Aber ich werde einfach die Sachen, die ich interessant finde, in einem täglichen “links from..” Beitrag raushauen. Oder auch nicht. Mal schauen.

    @frank: Ha, so kriegt mal also auch mal die stillen Mitleser hinterm Ofen hervor! 🙂 Hallo Frank!

    @Wilma: Vielen Dank!

    @Andreas: Alles klar!

  19. Ja, das kann ich alles gut verstehen, ich hab mich auch nach ein paar Jahren des Dauerdranseins für Entschleunigung entschieden. Maximal zwei Beiträge pro Tag oder auch öfter mal gar nix, gerne auch mal einen Beitrag nicht sofort posten, sondern einfach eine Weile liegen lassen, weniger auf Tagesaktualität bedacht sein, Promo-Mp3s nicht alle sofort hören sondern auch mal etwas anstauen lassen, statt starrer Kategorieeinhaltung auch mal anlässlich eines Musikvideos etwas schreiben was nix mit dem Video selbst zu tun hat – sowas macht das Bloggen, das ja gerade solche Freiheiten bietet, schon deutlich angenehmer und lockerer.

    Führt glaube ich auch dazu, dass man sich noch mehr auf die Dinge konzentriert, die einem am Wichtigsten sind, egal wie sehr oder wenig “relevant” sie gerade erscheinen mögen. Wobei sich das bei mir zunehmend auch vom Vinylhören ergibt, wenn die Dinger angekommen sind dass ich sie mir einmal in Ruhe anhören kann, sind die Alben öfters schon vor Wochen erschienen und geleakt sowieso. Gibt eine gemütliche Distanz.

  20. Wehe du!, mein liebster EinzelBlogger, hörst auf!

    Bin gespannt auf das neue Format und deinen Kampf gegen den Windmühlen.
    Du findest schon deinen Weg wenn du dran bleibst 😉

    Grüsse aus Zürich
    Mario

  21. Lieber Nico,

    Dein Blog ist mein AllerliebsterLieblingsblog und DU MUSST unbedingt weitermachen. Mir gefällt Dein persönlicher Blick, Dein Geschmack und das unterscheidet Dich auch von professionellen Magazinen etc. Wenn es weniger wird, mir egal. Hauptsache Du läßt mich weiter teilhaben an Deinen persönlichen Entdeckungen. Dabei interessiert mich schon, warum Du etwas magst und warum nicht (auch wenn es nur ein Satz wäre). Denn Du hast einfach in den letzten Jahren sehr viel Musik gehört und gesehen. Und das macht Dich für mich zu einer Autorität in Sachen Musikgeschmack. Wenn Du etwas gut findest, dann höre/schaue ich genauer hin. Lass mich auch mal auf Sachen ein, die ich sonst wohl ziemlich schnell zur Seite gelegt hätte. Dein subjektiver Blick ist für mich der Grund, Deinen Blog regelmäßig (fast täglich) zu lesen. Details zu Bands etc. kann ich mir in der Tat auch selber suchen. So ist es zwar schön bequem aber Deine Familie/Arbeit soll ja auch was von Dir haben.

    Ich freue mich auf viele neue Entdeckungen, die wir gemeinsam machen können 🙂

    Alles Liebe von Lili!!!

  22. Hallo Nico,

    ich lese kaum Musikzeitschriften, sondern fast ausschliesslich dein Blog, das ich sehr informativ und inspirierend finde. Deine Neu-/Wiederentdeckungen, deine Kritiken, dein Stil, dein Gesprür für gute und ausgefallene Musik … das alles mag ich nicht missen. Also bitte weitermachen, in dieser oder auch reduzierter Form. Ich verstehe gut, dass man als Blogger hin und wieder den Sinn der (uneigennützigen) Arbeit fragt. Ich selbst habe vor einiger Zeit eine solche Krise durchlaufen (http://www.diariodeunalemol.com/2011/03/14/weniger-ist-mehr-2/) und habe mich – ähnlich wie du – zum Weitermachen mit verändertem Format entschieden …

    Gruss aus dem spanischen Valencia
    André

  23. hab den post und die diskussion jetzt erst in meinem feed reader entdeckt. und wollt nur sagen: das gfühl ist total verständlich, dieses keinen bock mehr… aber lass dir sagen, dass geht vorbei. mein rat: nicht dem ersten impuls nachgeben und alles abschalten. dann lieber ein halbes jahr liegen lassen und irgendwann wieder anfangen.

    und noch was zu meinem nutzerverhalten: ich les dein blog seit mehreren jahren, da liegt er auch in meinem reader. und ich habe durch deine auswahl schon coole bands entdeckt. und meine liebe zu the national, die ich am anfang so lala fand, aber jetzt nicht mehr missen möchte.

    alles gute! und weitermachen…

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