Nachdem die geplante Kulturflatrate in Frankreich endgültig gekippt wurde, steht diesen Donnerstag noch ein ebenfalls bemerkenswerter Gesetzesentwurf vor der Abstimmung. Nutzer verschiedenster Music-Stores sollen demnach völlig legal ihre gekaufte Musik in ein Format ihrer Wahl konvertieren dürfen, auch wenn man damit einen bestehenden Kopierschutz umgehen würde.
“Man muss Inhalte herunterladen und auf beliebigen Geräten abspielen können”, erklärte der Abgeordnete Christian Vanneste gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.Hoffentlich ereilt diesem Entwurf nicht ein ähnliches Schicksal wie der geplanten Kulturflatrate. Denn sinnvoll und gut für den Verbraucher ist er allemal. Interessant dürfte die Reaktion Apples auf eine positive Abstimmung sein. Wird der Betreiber des erfolgreichen iTunes Music Store mit der Entscheidung leben wollen? Oder wird er seinen iPod-Verkaufsgehilfen iTunes aus Frankreich abziehen?

1 Kommentar

  1. Ich darf Eddy Cue, Apple’s Vice President of Applications and Internet Services zitieren:

    “(…)Schon zum Start der Software-Entwicklung an “iTunes” vor zweieinhalb Jahren sei das Ziel gewesen, Kaufmöglichkeiten für Musik zu integrieren. Ein Shop sei damals allerdings noch nicht möglich gewesen, da die Labels für das Format MP3 keinen Content zur Verfügung stellten. “Hätten die Labels MP3 akzeptiert, hätten wir dies natürlich aufgrund seiner Verbreitung und Flexibilität in der Nutzung eingesetzt”, kommentierte Eddy Cue. Um die notwendige Akzeptanz seitens der Rechteinhaber zu erreichen, habe man mit dem “itunes Music Store” dann auf das Format “AAC” mit eigenen “DRM Atoms” (das heisst von Apple verschlüsselten Audio-Daten, die nur mit “iTunes” gelesen werden können) gesetzt.(…)”

    Via: http://www.netzwelt.de/news/68413-interview-ed-cue-von-apple.html

  2. Danke für den Hinweis. Aber ich denke zu diesem Zeitpunkt war der relativ große Erfolg des iTMS und vor allem des iPods sicher noch nicht in den Ausmaßen erkennbar.

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