2004 erschien mit “You’re a Woman, I’m a Machine” das Debüt von Death From Above 1979, ein roher Brocken mit dreckigen, verzerrten Rocksongs. Das Duo erlangte einen gewissen Kultstatus, einfach weil ihre rotzige Musik den Zeitgeist traf. Natürlich war das Popmusik im besten Sinn, nur eben raubeinig verpackt und mit einer Dringlichkeit vorgetragen, die einen packte und in ein zappelndes Stammhirn verwandelte. Leider trennte sich das Duo rund zwei Jahre nach diesem Meisterwerk und fand erst nach langer Pause im Jahr 2011 wieder zusammen. Seitdem warteten die Fans auf einen ähnlich energiegeladenen Nachfolger.

Diesen knallen uns Jesse F. Keeler und Sebastien Grainger jetzt um die Ohren. Auf „The Physical World“ liefern die beiden genau das ab, was man von ihnen erwarten durfte. Mit offenem Mund lausche ich den wahnwitzigen Basslines, den grollenden Drums und den zwingenden Hooklines. Auch das zweite Album von Death From Above 1979 ist voller Hits: „Trainwreck 1979“, „Cheap Talk“, „Always On“, „Chrystal Ball“ und „Nothin‘ Left“ sind meine Favoriten.

Death From Above 1979 sind auch 2014 extrem unterhaltsam und versprühen eine ansteckende Energie. Zwar klingen sie auf „The Physical World“ fast genau wie vor 10 Jahren, aber ich lehne mich jetzt einfach zurück, entspanne mich und denke an ein Zitat von Alex Scally von Beach House: It’s this pathetic era we’re in where people are like, “I’m done with them, I need a new sound; I’m a baby, I need something every five minutes.” A lot of people listening to music now don’t listen to the songs or lyrics at all. They just go, “Good tones…” and that’s it.

Ich brauche keinen neuen, sondern genau DIESEN Sound.

9/10

2 KOMMENTARE

  1. Ich höre seit einer Woche nur noch dieses Album, weil ich mich nach dem letzten Werk sehr nach einem neuen Album gesehnt habe. Es ist großartig! Gefühlt nicht ganz so »hart« wie der Vorgänger, aber den kann man sowieso nicht toppen. Jetzt noch eine ausgiebige Tour … 🙂

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