mixed tape

Diesmal hat’s mit der Benachrichtigung geklappt. Also, in regelmäßigen Abständen bietet Mercedes Benz kostenlose MP3-Downloads an, um neue Künstler zu unterstützen und bekannt zu machen. Ab sofort steht nun die mittlerweile 12. Ausgabe des Mercedes Benz Mixed Tape zum Download bereit. Wie immer sind 15 Stücke internationaler Newcomer aus verschiedenen Musikrichtungen vertreten.

www.mixed-tape.com

1 Kommentar

  1. irgendwie weiß ich gar nicht wie mb auf eine solche idee kommt und was die damit überhaupt bezwecken wollen, und wer ist denn da bitteschön die zielgruppe?

    von unterstützung aber kann nicht wirklich die rede sein, denn den nutzungsbedingungen zufolge haben die artists, außer “der möglichkeit sich im internet zu präsentieren”, nicht wirklich was davon. und dann treten sie die rechte an den tracks auch noch ab… da lob ich mir doch eine ordentliche creative commons lizenz!

    egal! die auswahl ist ja nicht wirklich schlecht und dann gibt es da ja auch noch die “text tracks”, die sind übrigens auch sehr schön und schon in der zweiten folge…

    auf jedem fall ein download der sich alle zwölf wochen mal lohnt, auch wenn ich persönlich nicht darauf verweise…

  2. Da war mal wieder jemand schneller – das mit den rechten ist mir von Anfang an sauer aufgestossen, ich hab’s bei der zweiten Ausgabe mal angesurft, um die Band, die cih damals gemanagt habe, ein bisschen zu pushen. Fazit: Finger weg. Viel zu undurchsichtig, und wer legt sich im Zweifelsfalle schon mit einem Weltkonzern an…

    Zur Zielgruppe: Das wären die 25 – bis 35-Jährigen, die mit den ersten elektronischen Klängen aufgewachsen sind, die Uni hinter- und einen lukrativen Job vor sich haben. Die würden als einstiegsmodell vielleicht die B- oder C-Klasse kaufen, leasen oder als Firmenwagen bevorzugen. Und der Marke dann treu bleiben, natürlich. Wie aber einen Download auf der Selbstgebrannten im neuen Benz anhören, da doch der markeneigene CD-Player beim Abspielen eben dieser zickt? Da könnte man vielleicht mal nachbessern… Sonst macht das irgendwie nicht viel Sinn: Download anbieten, den man selber brennen, aber nicht hören kann.
    Ich kenne schon zwei, die im nächsten Jahr von der C- bzw. E-Klasse zu Audi oder (alternativ) BMW wechseln werden. Nicht *nur* deswegen, aber auch auch.

  3. Das mit den Rechten und deren Abtretung war mir so gar nicht bewußt, danke für die Hinweise.

    Und zur Zielgruppe Louis XIV, kennst du jemanden aus der Marketing-Abteilung von Mercedes Benz? Ich glaube deine Zielgruppendefinition entspricht genau deren Wunschvorstellungen.

  4. Die Schallplatte, die hier gerade gespielt wird, kommt mir ein bisschen zu bekannt vor. Und sie langweilt ehrlich gesagt. Ach Gott, die armen Musiker, werden sie wieder mal ausgbeutet vom bösen Weltkonzern?

    Also ganz ehrlich Leute wer nicht mitmachen will muss nicht! Oder habe ich was verpasst?

    Und kann es nicht auch mal völlig Schnuppe sein, welche Absicht dahinter steckt? Einfach entspannen, Angebot warhnehmen oder eben nicht.

    Und wenn jemand alleine deshalb einen MB für 50.000 Euro kaufst weil er in den Jahren oder Monaten zuvor 50 MP3 umsonst bekommen hat dann scheinen die Marketingprofis bei MB ja genialer zu sein als ich es für möglich gehalten hatte.

  5. Reg’ Dich nicht auf, rapo, das bringt sowieso nix 🙂

    Ist doch ganz einfach: Musiker, die irgendwie gehört werden wollen tun praktisch *alles* dafür. Ich behaupte mal aus Erfahrungswerten, das etwa 50-60% davon keine Ahnung haben, wem sie da was erlauben. Und auf genau diesem Ansatz baut nicht nur manch einer seine “gutmeinenden” Marketingstrategien, ganz genau so ziehen auch Booker und Agenturen die Musiker über den Tisch. Da braucht’s keinen Weltkonzern.

    Einen MB leistet man sich nicht um ein paar kostenlose Files, sondern um seinen Status zu zeigen und sein Ego zu hätscheln. Und die Nachwuchsgeneration an potentiellen Käufern sind nun mal die, die mit der ersten elektronischen Musik im Netz grossgeworden sind. Das letzte Argument greift bei mir irgendwie nicht: Da könnte man auch VW vorwerfen, die Soundfoundation-Nutzer würden zwangsläufig auch Polo oder Transporter fahren wollen weil der Konzern das vorher gesponsort hat. Die *Wahrscheinlichkeit* ist grösser (deswegen machen die das ja auch) genauso wie die Wahrscheinlichkeit grösser ist das jemand, der sich für 35000 Euro einen Firmenwagen aussuchen kann das progressive Image einer C- oder E-Klasse vorzieht, wenn da genügend Werbung gemacht wird.

    Aber irgendwo hast Du auch Recht: Wenn sie nicht wissen, was da unterschrieben wird holen sie sich halt ne blutige Nase – Lehrgeld muss sein… 😉

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