Der Aboanbieter Napster konnte seinen Umsatz zwar fast verdoppeln, fuhr aber mit seinen massiven Werbeaktionen ordentlich Verluste ein. Zahlen gibt’s hier. Was eine “rege Nachfrage” in Deutschland bedeutet, das möchte ich mal wissen. Klingt wie Pressegewäsch. Zahlen, Zahlen, Zahlen. Her damit.
Wollen wir Musikabos oder nicht?

1 KOMMENTAR

  1. Ich hab die kostenlose Testwoche ja auch mal in Anspruch genommen und noch nen verlängert und muss sagen, dass ich diese Musikfaltrate zumindest für mich total überflüssig ist.

    Beispiel: Ich hab mir Employment von den Kaiser Chiefs bei Napster runtergelden. Damit ich’s aber auch auf meinem iPod oder im Auto hören konnte, hab ich’s mir ebenfalls nochmals richtig bei iTunes gekauft. Das selbe mit den Arctic Monkeys: Bei Napster vorgehört, im Laden dann die CD gekauft.

    Zum Anhören ist diese Musikflatrate geeigent. Fürs sonst nichts. Napsters Auswahl ist fehlerhaft (beim neuen Album der Strokes fehlt ein Track) und ist nur für diejenigen interessant, die einen WMA-DRM-MP3-Player-Dings haben, der Napster unterstützt. Zudem ist die Napster-Software eine Zumutung und eine Kündigung des Musikflatrate ist auch nicht ohne weiteres möglich…

    Mein Fazit: Beschissen.

    (Wenn Apple jedoch ein Musikabo zum gleichen Preis rausbringen würde, sähe die ganze Geschichte dank iTunes und iPod vermutlich viel besser aus.)

  2. Danke für den Erfahrungsbericht. Genau so hätte ich Napster vorher auch eingeschätzt bzw. schätze es immer noch ein.
    Was hat Dich davon abgehalten, die Alben bei Napster zu kaufen? Entschuldige die vielleicht blöde Frage, aber kann man gekaufte Sachen nicht brennen? Oder war dir das zu umständlich? Könnte ich verstehen.

    Und wie sah es mit der Kündigung aus? In den Geschäftsbedingungen steht ja nur recht schwammig: “Die Kündigung kann per Email erfolgen.”

    Übrigens ist mir da noch ein lustiger Passus aufgefallen: “Napster kann jederzeit das Recht verlieren, bestimmte Musikstücke und/oder bestimmtes Material zur Nutzung zugänglich machen. Verliert Napster dieses Recht, so können Sie die betreffenden Musikstücke und/oder das betreffende Material nicht mehr erwerben und die Funktion “Archiv kopieren” für gekaufte Musikstücke nicht mehr benutzen.” Ach ja, digital ist besser.

  3. Die Aussage “rege” sagt wohl auch mehr aus als den Verantwortlichen lieb ist.
    Denn wie heißt die alte PR-Weisheit: Tue gutes und sprich darüber…

    Bin auch der Meinung, dass Apple gute auf jedenfall aber bessere Karten bei einem ähnlichen Angebot hätte.

    Wenn man eine Flatrate zum Reinhören schick findet, um sich quasi besser (nicht nur 30 Sekunden) informieren zu können bietet MSN Music ab März eine billigere Flatrate mit 7,99 Euro statt 9,99 wie bei Napster an. Der Unterschied ist aber, dass du die Titel immer nur Streams. Während du bei Napster ja auch lokal archivieren kannst (wenn ich mich nicht irre).

  4. Ja, bei Napster werden sie lokal gespeichert, können aber auf Wunsch auch gestreamt werden.

    Die Kündigung gestaltete sich in sofern schwierig, da man eine Hotline anrufen muss, die nur von 9 bis 17 uhr geschaltet ist, was für mich – wenn ich so gegen 18 uhr von der Arbeit komme – irgendwie unpraktisch ist. Danach und am Wochenende ist somit keine Kündigung möglich. Ist mir auch völlig unverständlich, warum man nicht einfach sein Abo online beenden kann?!

    Um nochmal auf deine Fragen einzugehen: Brennen kannst du die Lieder erst, sobald du sie für 99 Cent gekauft hast. Ein Kauf der Lieder kam für mich allerdings nicht in Frage, da ich sie, um sie auf nem iPod zu hören, hätte brennen und dann widerrum rippen müssen. Also ja, es war mir für meine Zwecke (iPod) zu umständlich.

    Hinzu kommt natürlich auch noch irgendwie der Grund, dass die DRM-geschützten Napster-Tracks ohne den Kopierschutz irgendwie zu umgehen nicht Mac-kompatibel sind (was ja auch klar ist, da es wma-Dateien sind, aber trotzdem). Für mich als Win/Mac-User bleibt somit nur iTunes. Musicload ist somit auch keine Alternative und zudem sind sie auch teuer als Apple, wenn ich mich nicht täuche…

  5. Für mich ist die mangelhafte Unterstützung portabler MP3Player auch ein Grund Napster nicht zu nutzen. Das Angebot ist soweit ja recht attraktiv, aber solange ich die Songs nicht auf meinem aktuellen Player hören kann, lohnt es sich nicht.
    Klar, Napster kann nichts dafür, dass Apple den iPod nutzt, um den iTunes Store zu pushen und Napster kann auch nichts dafür, dass mein Player keine WMA-DRM Files unterstützt, aber es ist halt so.

  6. Also wo eigentlich das Problem mit der Abspielbarkeit auf jedem Player liegen soll, kann ich ja nicht so ganz nachvollziehen: http://www.tunebite.de. Funzt prima. Man spielt die Dateien einmal ganz normal ab und hat danach saubere, drm-freie MP3s, deren Qualität sich von der Vorlage nicht hörbar unterscheidet. Und das Ganze auch noch völlig legal.

    Mich würde eher mal interessieren, ob der Napster Musik-Katalog immer noch so riesige Lücken aufweist wie am Anfang oder ob sich da inzwischen was getan hat? Ich finde es schlicht inakzeptabel, wenn von einem Künstler, der fünf Alben rausgebracht hat, nur das schlechteste zu kriegen ist. Von den unzähligen Sachen, die gar nicht im Angebot sind, ganz zu schweigen.

  7. Also Napster ist sehr gut in Qualität und Umfang. Aber es stört mich ganz gewaltig, dass man nicht online kündigen kann. Jedes seriöse Unternehmen bietet dies mittlerweile an. So stellt sich mir die Frage was Napster damit bezweckt, die Kündigung nur auf telefonischem Wege zu ermöglichen. Denn da entstehen ja nochmals Kosten. Und das nur für einen Sprachcomputer??? Da kann man sein – ohnehin rares Geld – auch gut und gerne anders vergeben!!

    Fazit für mich: Ich würde jedem davon abraten mit Napster eine geschäftliche Beziehung einzugehen!!

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