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Ich hörte Indie, Electronic, Alternative, Experimental und Folk, mit u.a.:
…And You Will Know Us by the Trail of Dead, Elbow, Paul Banks, Placebo, Tamaryn, Boy Android, Joy Division, Converge, Godspeed You! Black Emperor, Maribel, Grizzly Bear.

Schau dir meinen Musikgeschmack an.

…And You Will Know Us By The Trail Of Dead – Lost Songs
Der überbordende Wahnsinn des letzten Album ist verschwunden. Hier wird nicht mehr zermalmt, sondern hier wird präzise mitgerissen. Irgendwo zwischen “Source Tags & Codes” und “Worlds Apart”. Allein die ersten beiden Songs sind Grund genug, diese Band zu lieben.

Elbow – Dead in The Boot
Tolle B-Seiten Compilation, welche die komplette Karriere dieser Ausnahme-Band abdeckt. Von “No One” von der Newborn-EP aus dem Jahr 2000 bis “Buffalo Ghost”, einem Song der im letzten April erschienenen limitierten “Open Arms”-Vinyl. Eher ruhige Angelegenheit für so alte Säcke wie mich. Funktioniert trotz der großen Zeitspanne wunderbar als eigenständiges Album.

Paul Banks – Banks
Bereits das zweite Solodebüt des Interpol-Frontmanns. Jetzt tritt er allerdings unter seinem realen Namen auf, Julian Plenti ist Geschichte. Auf dem schlicht “Banks” betitelten Album legt er die schwarz schimmernde Interpol-Rüstung ab und tänzelt leichtfüßig und unbeschwert durch den Herbst. Ohne jedoch seinen unverkennbaren Kampfstil zu verleugnen.

Placebo – B3 EP
Quasi die Überbrückung zum kommenden Album, welches 2013 erscheint. Die komplette EP klingt angenehm zurückgenommen und relaxt. Das lenkt den Fokus auf die Songs, und die sind ziemlich gelungen. Wenn diese fünf Songs die Marschrichtung für das im nächsten Jahr erscheinende neue Album darstellen, dann ist die Band auf einem guten Weg.

Tamaryn – Tender New Signs
Auch das zweite Album von Tamaryn ist voller herzerwärmender Melodien, welche oft unter rumpelnden, knarzenden und leiernden Gitarrenschichten verborgen sind. Ab der Mitte des Albums driften die Songs leider desöfteren in die Bedeutungslosigkeit ab und der Waschmaschinensound kaschiert hier erfloglos die fehlenden Ideen.

Boy Android – Walk / Run / Flee
Auf ihrem Debüt spielen die vier Jungs aus München schnörkellosen Indierock, der mich auf Anhieb zu begeistern wusste. Ariane findet zwar, das sie live wie ein müder Slut-Abklatsch wirken, aber das stört mich nicht im geringsten. Tolle Platte.

Joy Division
Joy Division sind quasi gestern erst in meine Charts reingerutscht, da ich nach der ARTE-Doku wieder angefixt war. Ich habe jetzt nicht konkret ein Album gehört, sondern mich durch einzelne Songs gehört. Zu Ian Curtis und Joy Division etwas zu schreiben, erübrigt sich meiner Meinung nach.

Converge – All We Love We Leave Behind
Eigentlich die einzige richtig harte Platte, die ich in den letzten Wochen gehört habe. US-Hardcore mit starkem Trash Metal Einschlag. Kompromisslos auf den Punkt und in die Fresse. Aggressiv produziert und technisch meisterhaft gespielt. Nackenbrecher.

Godspeed You! Black Emperor – Allelujah! Don’t Bend! Ascend!
Godspeed You! Black Emperor sind zurück. Zwei zwanzigminütige Post-Rock-Monster, die ihresgleichen suchen und zwei Droner als Kitt. Fertig ist die Post-Rock-Platte des Jahres. Keine Diskussion. Oder wie SomeVapourTrails schreibt: ‘Allelujah! Don’t Bend! Ascend! wird ohne Wenn und Aber auf den Bestenlisten dieses Jahres ganz oben vertreten sein müssen.

Maribel – Reveries
Entschleunigter Pop als Gegenentwurf zum hektischen Alltag, mit kontrastreichen Wechseln zwischen Licht und Dunkelheit. Bandleader Pål Espen Kapelrud hat ein Händchen für die Erschaffung atmosphärischer, dunkler Soundscapes, während der Gesang von Rebekka Markstein als das Notwendige Gegengift mit süßlichem Abgang dient.

Grizzly Bear – Shields
“Shields” ist komplexer als sein Vorgänger, funktioniert aber gerade dadurch besser. Mit akustischen Gitarren, Glockenspiel, Synthies, Hörnern und Klavier erforschen die vier Musiker sowohl vertrautes Terrain als auch das große Unbekannte. Die Band nimmt den Hörer dabei aber nicht an die Hand, sondern lässt ihn diese wunderbare Welt selbst erkunden. Und macht sie dadurch zu einem einzigartigen Erlebnis.

1 Kommentar

  1. converge……….als ich sie zum ersten mal hörte, war das fast so ein gefühle wie damals, als ich “come on pilgrim” zum ersten mal auf’m plattenteller hatte. seitdem können sie machen was sie wollen. ich liebe es.

    🙂

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