Gestern noch schrieb ich ein kritisch über “Tao Of The Dead”, heute hat sich die Situation ein wenig geändert. Denn wie so oft bei komplexen und später großartigen Platten gilt: Zeit lassen! “Tao Of The Dead” besteht aus zwei Teilen: den ersten 11 Songs und dem abschließenden “Tao Of The Dead Part Two: Strange News From Another Planet”, welches mit seinen 16 Minuten ziemlich in den Jagdgründen des Krautrock wildert. Auch die ersten 11 Song zeigen sich in gewisser Weise als Einheit, denn wenn man nicht genau aufpasst, wird man die Übergänge zwischen den Songs kaum ausmachen. Das ist aber von der Band auch so gewollt und wird wohl auf der Special Edition auch noch einmal durch fehlende Fades verstärkt. Auch auf dieser Platte: wuchtige Gitarrenparts und die für die Texaner so typische Vollbremsung mit anschließender Verschleppung. Ich finde das mit jedem Durchlauf besser, großartiger, fulminanter. Oder wie René schreibt:

Trail haben eine neue Platte raus und sie ist die beste, die sie jemals gemacht haben. Alleine das Steampunk-Cover. Und dann legt man das Ding auf und es bläst Dich weg und das mit nicht weniger als soundsoviel Megablast. Und dann. Dann haben Trail den Mut und legen nochmal was drauf.

Ich bin seit langer Zeit einmal wieder in der Laune, Geld für eine CD auszugeben. Und zwar für die Special Edition. Denn dort hört man das Album so, wie es von der Band angedacht war: zwei lange, extrem abwechslungsreiche Songs. Und wenn man später genug von dieser Monumentalität hat, dann kann man sich die Songs auch einzeln auf der zweiten CD anhören. Ich glaube, das mache ich. (Ist jetzt keine Werbung, ich habe nur laut gedacht)

Im Dezember haben die beiden Köpfe der Band Conrad Keely und Jason Reece im Berliner Ramones Museum zum ersten Mal neue Songs im Rahmen eines Unplugged-Konzertes vorgestellt und N.O.I.S.E. hat die ganze Show exklusiv festgehalten.

http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9?isVid=1&isUI=1

Der Albumstream ist übrigens nach wie vor aktiv.

1 KOMMENTAR

  1. Seh ich genauso. Einzeln funktionieren nur wenige der Songs, vielleicht weil sie fast alle recht kurz geraten sind, aber im Context ist es einfach grossartig.
    Und die Special Edition ist auch wunderschoen anzusehen.

    Aber ob es die beste ToD Platte ist muss sich noch zeigen. Wobei ich fuer mich eh keine beste Platte ausmachen kann.

DEINE MEINUNG?

Please enter your comment!
Please enter your name here