Prince hat sein aktuelles Album “Planet Earth” am 15. Juli gratis der Zeitung “Mail on Sunday” beigelegt. Diese erscheint mit einer Auflage von knapp 3 Millionen in Großbritannien und kostet umgerechnet 2 Euro. Offiziell erscheint die CD über die üblichen Vertriebswege erst am 24. Juli (UK).

Die Aktion ist Protest gegen die Plattenindustrie. Prince empfinde Verkaufscharts nur als Konstruktion der Musikindustrie, die heutzutage wenig oder keine Bedeutung für Fans oder Künstler habe, zitiert die Zeitung einen Sprecher des Popstars. “Das einzige Ziel von Prince ist es, Musik direkt zu denen zu bringen, die sie hören wollen. Schon vor Monaten hatte Prince gewettert: “Die Plattenfirmen sind selbst schuld. Sie haben aus Künstlern Produkte gemacht, so ist für viele Musik eine wertlose Ware geworden.” (Spiegel)

Eine Protestaktion, die sich nur Künstler vom Format eines Prince erlauben können. Was diese Aktion genau bewirken oder zeigen soll, ist mir schleierhaft. Ich vermute ja, es geht Prince eher um gute PR.

1 KOMMENTAR

  1. ich finde die aktion genial … musik wird auch immer wertloser ein wonhitwonder kommt nach dem nächsten keiner baut mehr gross eine beziehung zu einem star auf … es wird sich kurzzeitig damit identifiziert – aber die zeit geht weiter und der nächste löst die indentifizierung des letzten ab … ist es da ein wunder das sich leute die musik schnell mal aus dem netz ziehen … die musik hat auch keinen bestand sie wird ersetzt durch die neuer.
    man sagt zwar früher war immer alles anders …. aber ein quentchen wahrheit steckt doch dahinter … eine schalplatte war früher etwas besonderes etwas was man heute noch hört weil man sie sich nicht einfach so gekauft hat sondern sorgfältig aussortiert …
    ich bin zwar erst 25 aber auch ich suche mir eine schalplatte wenn ich sie mir kaufe lange aus weil das ist was besonderes und bei künstlern die mir was bedeuten zahle ich auch gerne 16 euro für ein album, weil sie es wert sind und bestand haben aber die popkultur mit ihren wonhitwondern kann ich nicht verstehen … aber auch die alternative szene wurde mit dem wonhitwonder der gecarsteten alternativen bands der popkultur eingeholt … und wir alle hüpfen im trend der spexovision im kreis … schöne musikindustrie ………

  2. Ich sehe da keine Marketing-Aktion. Zumindest glaube ich nicht, dass der zwangläufige Rummel um die Aktion den Ausschlag gab es zu tun. Prince` Streit mit der Musikindustrie ist ja nun schon eine längere Geschichte und da könnte das nun ein weiterer konsequenter Schritt sein. Wäre interessant zu wissen, welches Label auf den kostenlos verteilten CDs vermerkt ist.

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