Die Idee zu einer Radiosendung schwirrte schon lange durch meinen Kopf. Mir gefällt der Gedanke, euch Songs zu präsentieren, die mir am Herzen liegen, ohne darauf achten zu müssen, bei welchem Streaming-Service sie verfügbar sind.

Also schaute ich mich ein wenig im Netz um und bin bei Play.fm gelandet. Das Profil war schnell eingerichtet, und so startete ich zum ersten Mal seit vielen Jahren das Programm Garageband. Ich brauchte ein wenig Einarbeitungszeit, aber dann hatte ich den Bogen raus.

Ich wollte auch zu euch reden, aber das Vorhaben ist leider gescheitert. Erstens habe ich mein gutes Mikrofon nicht gefunden; es muss irgendwo in einer der noch immer nicht ausgeräumten Umzugskisten im Keller liegen. Der Ersatz in Form eines Headsets war qualitativ nicht besonders berauschend. Oder zu rauschend, je nachdem.

Zweitens fühlte ich mich noch nicht so weit. Alles was ich sagte, klang in meinen Ohren mehr als komisch. Deswegen muss das Projekt Radiosendung erst einmal ohne das gesprochene Wort auskommen. Aber ich denke (und hoffe) damit kommt ihr klar.

Aber kommen wir zur ersten Ausgabe von Radio Rockahula. Knapp 45 Minuten sind es geworden.

Radio Rockahula Nr. 1

  • Ich präsentiere euch zwei Songs vom kommenden Debütalbum von Viet Cong. Die beiden Songs Continental Shelf und Silhouttes habe ich euch hier zwar bereits vorgestellt, aber es sind einfach die beiden Highlights des Albums. Die anderen fünf Songs (richtig, es sind nur sieben Stücke enthalten) sind ein wenig sperriger und brauchen ein wenig mehr Anlauf, um zu zünden. Wenn sie es denn tun.
  • Eines meiner absoluten Lieblingsalben des Jahres 2014 ist Familiars von The Antlers. Ein Meisterwerk aus ineinander fließenden Kompositionen, herzerwärmenden und zugleich unfassbar traurigen Melodiebögen und wundervoll gewebten Instrumentalpassagen. Mein persönliches Highlight: Hotel.
  • Chastity Belt stammen aus Seattle, und man hört ihrem Sound seine Herkunft an. Time To Go Home zelebriert den Grunge, kombiniert ihn aber mit Elementen des Surf und Garage Rock. Und einer Prise Melancholie. Wundervoll, wie die Stimmung im Refrain kippt.
  • Das Duo Twin Graves habe ich euch bereits vor knapp einem Jahr vorgestellt. Die beiden Köpfe hinter Twin Graves sind Aris Polychronopoulos (Gesang und Gitarre) und Zarah Lawless (Gesang und Synthies). Sie stammen aus Südengland und spielen auf ihrer 4 Songs umfassenden Debüt-EP wundervollsten Post Punk, aufgefrischt durch düstere Synthie-Texturen. Diese EP gibt es auf der Bandcamp-Seite nach wie vor zum frei wählbaren Preis. Unbedingte Empfehlung meinerseits.
  • Bei dem Track I’ll Need You des jungen Londoner Produzenten LuQuS handelt es sich um einen Tribut an den besten Freund im Future Garage-Gewand. Herzergreifend, stimmungsvoll, melancholisch. Bei Gefallen könnt ihr euch den Song kostenlos als AIF-Datei herunterladen.
  • Mit Fears Trending hauen uns The Phantom Band bereits das zweite Album in knapp einem Jahr um die Ohren. Obwohl diese neue Album eine kleine Mogelpackung ist, denn die Songs sind in derselben Session entstanden wie das letzte Album Strange Friend. Der erste Vorbote Tender Castle klingt ein wenig verkopfter, aber dennoch großartig.
  • The Astronaut von What Moon Things ist einer der tollsten Songs des letzten Jahres. Ein wenig Post Punk mit unterschwellige Synths, rauh produziert. Er rumpelt so vor sich hin, kommt irgendwie nicht da hin, wo ich ihn erwarte und er strahlt eine gewisse düstere Faszination aus.
  • Einer der besten Coversongs überhaupt und eigentlich auch einer der besten Songs von Jack White ist seine Coverversion von Love Is Blindness von U2. Wollte ich hier schon immer einmal vorstellen.
  • Der Basslauf von Fire Walker ist simpel, aber gleichzeitig dekadent und sexy, schmeichelnd und bedrohlich. Der Opener des siebten Studioalbums Specter at the Feast von Black Rebel Motorcycle Club ist auch knapp zwei Jahre nach Erscheinen noch ganz große Kunst.

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