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Spotify: die Zukunft des digitalen Musikhörens?

Falls es noch Zweifel gibt, ob sich Spotify durchsetzen wird: dieses Video zeigt, wie eine Software heutzutage aufgestellt sein sollte, damit sie den Ansprüchen der Nutzer gerecht wird.

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Hier meine persönlichen Highlights:

Social

  • Connect to Facebook: you can connect to Facebook inside of Spotify, instantly adding all your Facebook friends who’ve selected the same feature. Your friends’ profiles will appear in a new ‘People’ sidebar at the right of the screen, with your personal profile at the top.
  • Inbox: a new ‘inbox’ folder on Spotify’s left sidebar lets you send tracks to friends directly within the platform, simply by dragging and dropping a track to their name in the People sidebar. Alternatively, just right click on the track and select the new ‘send to’ option.
  • Facebook feed: music your friends have posted on Facebook will be visible on the Spotify ‘What’s new’ page and via a new ‘Feed’ tab.

Library

  • Local files: missing any music in Spotify? Now you can import a link to all the music files stored on your computer with a simple click of a button.
  • Starred: every track and album on Spotify can now be ‘starred’ – allowing you to tag all your favourites into a special sub-folder.
  • Wireless sync: you can copy your music files to your mobile without connecting a USB cable with our new wireless sync feature.

Was jetzt fehlt, ist der längst überfällige Deutschlandstart. Ich hoffe, das sich Spotify mit den deutschen Verwertungsgesellschaften einigen kann und ein goldener Mittelweg zwischer fairer Entlohnung der Künstler und einem bezahlbaren Abo gefunden wird.

Spotify – the next generation

21 Antworten auf „Spotify: die Zukunft des digitalen Musikhörens?“

Einfach fantastisch! Genau die Sachen aus Last.fm und persönlicher Musiksammlung, die noch gefehlt haben (naja, zumindest die dringensten). Ich kann es kaum erwarten und hoffe, dass mein Account bald aktualisiert wird 🙂

Hi Nico,

ich muss mal eine Gegenposition bringen. Ich mag das einfache Design von Last.fm und hab dort einige “Freunde” mit denen ich nur Musiktipps austausche und nicht über andere Netzwerke befreundet sein will. Generell find ich diesen aktuellen Facebook-Hype auch bedenklich, die werden echt zur Krake, die sich überall miteinklinkt.

Auch hier gilt die alte Weisheit: Ist erstmal ein Monopol geschaffen, kann das Unternehmen richtig hohe Gebühren verlangen und Bedingungen diktieren, die man lieber nicht akzeptieren möchte.

Hinzu kommt noch, dass Spotify trotz Abo-Gebühren weit von der Gewinnzone entfernt ist, fraglich also ob der Hype gerechtfertigt ist. Musik nur Streamen statt CDs/Mp3 kaufen wird den Konsumenten in der Konsequenz auch teurer kommen, da die Kosten dann bei der Internetflat fürs Handy zusätzlich zum DSL-Anschluß entstehen + Abo-Gebühren.

Das mit dem ständig Online-Sein oder nicht, ist eben auch so eine Frage. Ich verbringe so viel Zeit vorm Rechner, wenn ich unterwegs bin, benutz ich ganz bewußt mein Handy nur fürs Telefonieren und nicht Internetsurfen. Irgendwie muss man auch noch Raum lassen, dass reale Leben wahrzunehmen und nicht immer nur auf Displays/Monitore starren…

Sprich: Lieber 2 CDs im Monat gekauft, als das Geld für ne Handy-Flat ausgegeben.

@DifferentStars: Ich muss dir in Teilen recht geben, auch ich sehe gewisse Gefahren im momentanen Siegeszug von Facebook. Aber: du musst Facebook nicht nutzen, wenn du Spotify nutzt. Genauso kannst du auch das Last.fm-Scrobbling in Spotify deaktivieren.

Das mit der Gewinnzone sehe ich ebenfalls, deswegen schrieb ich ja auch, das ein “goldener Mittelweg zwischer fairer Entlohnung der Künstler und einem bezahlbaren Abo” gefunden werden muss.

Mit der Spotify-Variante für’s Smartphone musst du eben nicht die ganze Zeit online sein. Du lädst dir deine Songs / Alben zuhause per WLAN runter und hast die dann unterwegs verfügbar, auch ohne Internetverbindung. Die liegen dann in einem speziellen Fateiformat in deinem Speicher auf dem Telefon, du musst dich nur einmal alle 30 Tage verifizieren. Du kannst dabei soviel Musik speichern, wie der Speicherplatz deines Handys hergibt.

Wow – die neuen Features sind mal der Hammer. Kann’s auch kaum erwarten, dass die neue Version bei mir ankommt. Werd’s wohl jetzt erstmal alle paar Stunden neu starten und hoffen! 😉

@Andi: Der Artikel, den du da verlinkst, ist zwar interessant, aber alles andere als aussagekräftig. Da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Man kann einfach keinen Albumkauf mit einem einzelnen gestreamten Track bei Spotify vergleichen. Nicht nur, weil man den Song bzw. das ganze Album stattdessen ja auch mehrfach hört und bei Spotify somit jedes Mal Einnahmen generiert, sondern auch weil sich viele, die nie so ein Album kaufen würden, es dennoch das eine oder andere Mal streamen werden, wenn sie dafür nicht extra zahlen müssen. Von den für viele Musiker viel interessanteren Einnahmen durch Konzerte etc ganz zu schweigen.

Noch was zum Social Feature: man kann mit Spotify-Usern connected sein ohne Facebook zu nutzen. Über spotify:user: als Search String kann man ebenfalls die User direkt hinzufügen.
@Nico: wir hätten uns also nicht per Facebook connecten müssen 🙂

Für alle anderen: wer mich gern mal bei Spotify hinzufügen will, einfach nach spotify:user:th80 suchen, adden und mir was in meine Inbox legen (damit ich euch ebenfalls folgen kann).

@juliaL49: Ich würde dir z.B. gern folgen. Hatte deine Sunify-Playlist mal abonniert und fand sie super. Mit dem Social Feature wäre das einfacher.

Thomas, mein Spotify-Nutzernahme ist ebenfalls juliaL49. Leider bin ich noch nicht für die neue Version freigeschaltet. Aber vielleicht kannst du mich ja trotzdem hinzufügen? Jedenfalls finde ich es super, dass das verbinden auch ohne Facebook geht!

Ich habe den Spotify-Installer neu runtergeladen. Der ist schon in Version 0.4.3. Drüber installiert – und ich konnte alle neuen Features nutzen. Weiß nicht ob es unabhängig von der Installation der 0.4.3er noch einer “Freischaltung” der Features bei Spotify bedarf.

Doch, steht im letzten Absatz des Beitrags:

So how do you get the new version? We’ve started rolling out the update to users today, however, it will take us a number of days to get it to everyone. Once we’re ready to update your account it will happen automatically upon restart so you won’t need to do anything.

@nicorola: Super, danke! Damit hat’s funktioniert! Hab gedacht, dass die bestimmt auch am Account selbst was umstellen müssten, daher hatte ich nicht weiter geguckt!

Wer mich adden mag – ich bin bei Spotify auch als beetFreeQ zu finden!

Korrektur: der Installer in dem Link war nicht 0.4.3 sondern 0.3.14.
Auf der Spotify-Seite ist aber jetzt der richtige Installer zu haben. Ich geh dann mal auf die Suche nach Euch allen 🙂

@beetFreeQ: Ich bin auch begeisterter Spotify-Nutzer. Aber etwas ernüchtert hat mich das Aufgetragene dort schon.
Birnen und Äpfel werden da nicht verglichen. Vielleicht rote und grüne Äpfel? Es geht da nur um die Anzahl an Einheiten, die ein Künstler ‘verwerten’ muss, ehe er das US-Mindesteinkommen erhält. Und insoweit sind die 2000 Album-Downloads zu den 4.000.000 Spotify-Plays doch grob vergleichbar.
Natürlich ist Spotify bei den Musikliebhabern nur eine Ergänzung, evtl. für ein Vorhören – und vielleicht hört man dort auch häufiger die Musik. Aber wann hast du das letzte mal einen Spotify-Track 2000 Mal angehört ;)?
Ich wollte bewusst keine Wertung mit dem (ersten) Kommentar abgeben. Was man aus dieser Grafik für einen Schluss zieht, dass soll jedem selbst überlassen sein.
Mein Schluss: Spotify ist toll für mich persönlich, aber der Künstler verdient so gut wie nichts drauf. Da ich aber wie auch schon bisher weiterhin die Alben kaufen werde (um sie zu besitzen und auch ‘echt’ offline hören zu können) und Spotify in der von dir genannten “Zusatzfunktion” benutze: für mich ändert die Grafik nur wenig.

@Andi: Naja, das Problem an der Grafik sind ja die unzusammenhängenden Größenverhältnisse. Wer sich eine CD kauft, hat sie und hört sie von da an so oft er will, ohne dem Künstler damit weitere Einnahmen zu bescheren. Wer hingegen ein Album bei Spotify für ein paar Monate alle paar Tage hört, generiert die ganze Zeit über Einnahmen. Die werden zwar in der Regel bei den leider sehr niedrigen Beträgen pro Stream immer noch lang nicht den Vergleich zum gekauften Album aufwiegen, aber zumindest wäre die in der Grafik suggerierte Lücke nicht so groß.

Da kommen aber auch noch ganz andere Unverhältnismäßigkeiten in der Statistik auf. Z.B. ist es klar, dass ein Künstler durch Brennen seiner CDs und Selbstvermarktung die vollen 100% der Einnahmen bekommt, aber da darf man wiederum auch nicht vergessen, dass ein Label hingegen meist viele Kosten übernimmt, die ein Künstler auf dem Weg zur eigenen CD erstmal wuppen müsste und zudem auch im Marketing meist mehr Möglichkeiten hat. Wer also ein Album selbst vermarktet, hat meistens auch weit mehr selbst aufzubringende Ausgaben, um die selbe Qualität bringen zu können wie ein Label.

Es stimmt zwar, dass ein Künstler eine Menge X absetzen muss, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Die eigentlichen Voraussetzungen, die einem das Absetzen dieser Menge X in den unterschiedlichen Vertriebswegen überhaupt ermöglichen und wie leicht/schwierig es ist, die Menge auf den einzelnen Wegen zu erreichen, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Was deinen Schluss angeht, den du daraus ziehst, liegen wir aber auf der selben Wellenlänge – mir geht es ganz genau so.

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