The Murder Capital – When I Have Fears

Trotz der ungezügelten Wut und der allgegenwärtigen Angst haben The Murder Capital das seltene Talent, komplizierte und diffizile Emotionen aus dem Chaos ihrer düsteren Post-Punk-Songs herauszuarbeiten.

Fast wäre das Debütalbum von The Murder Capital unbemerkt an mir vorbei geschlichen. Aber ich bin hin und wieder aufmerksam und neugierig. Und so entdeckte ich spät, aber noch rechtzeitig eine packende Zusammenstellung trostloser Post-Punk-Hymnen.

Schon die ersten Minuten sind zwei der aufregendsten und vielversprechendsten dieses Jahres. Das ferne Intro von For Everything klingt unheilverkündend. Knappe 45 Sekunden später rollt ein bedrohlicher Bass durch die Boxen, kurz darauf sägen die Gitarren.

Dann kommt der bellende Sprechgesang von James McGovern dazu. Die letzten zwei Minuten werden dann von einer dieser mitreißenden Akkordfolgen bestimmt, die mich fast jedes Mal mitreißen können.

The Murder Capital sind eine ganz besondere Band. Sie sehen die Romantik in der Dunkelheit, erkennen die Schönheit auch in der dunkelsten Seele. Trotz der ungezügelten Wut und der allgegenwärtigen Angst haben The Murder Capital das seltene Talent, komplizierte und diffizile Emotionen aus diesem Chaos herauszuarbeiten.

Es geht um die Dunkelheit, das Licht und die Schattierungen. Es gibt ein paar richtig gute Singles auf diesem Album (More is Less, Feeling Fades, Don’t Cling To Life), aber mich überzeugt es gerade als Gesamtkunstwerk.


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