Erster Gedanke: ich habe schon lange keine Platte mehr gehört, die eingeblendet wurde. Zweiter Gedanke: das klingt stark nach Get Well Soon. Dritter Gedanke: die kommen aus Deutschland, Münster oder so.

Zumindest der dritte Gedanke war völlig falsch. Sean Ogil­vie und Micah Rab­win, die kreativen Köpfe hinter Musée Mécanique, kommen aus Portland und musizieren schon seit ihrer Schulzeit zusammen. Auch der Eindruck der musikalischen Nähe zu Get Well Soon verflüchtigt sich recht schnell, denn die Musik ist bei Weitem nicht so schwer und düster wie die von Konstantin Gropper. Melancholisch ja, aber keineswegs düster. Eher luftig, zart, zerbrechlich. Und das ist die große Stärke dieses Album. Viele Songs perlen durch die Gehörgänge, laden zum Entspannen und Zuhören ein. Das ist stellenweise fast schon tiefenentspannend und damit beim Radfahren eher nicht zu empfehlen. Mitunter läuft die Musik Gefahr, in die Beliebigkeit abzurutschen, aber kurz davor kriegen die Jungs immer wieder die Kurve und halten die teils geringe Spannung aufrecht. Spätestens mit dem letzten Song, einer Großartigkeit namens “Our Changing Skins”, haben es die Portlander aber geschafft: ich will das nochmal hören!

Albumstream: Musée Mécanique – “Hold This Ghost”

Danke an Mo für diesen Tipp!

Tipp-Kritik? Ich frage euch: habt ihr Tipps für mich? Gitarrenmusik, Dubstep für Einsteiger, origineller Death oder Black Metal oder Clicks’n’Cuts? Das Format ist dabei völlig egal. Single, EP oder Album? Kein Problem! Das hier ist eine sofortige Kurzkritik zu einem eurer Tipps, direkt nach dem ersten Durchlauf.

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