“The Monitor” ist eines dieser Alben, das nicht immer präsent ist, bei Jahresendlisten vielleicht sogar übersehen wird. Aber in einem, in zwei oder auch in drei Jahren, wenn die Klänge der gehypten und bejubelten Hipster-Bands längst verklungen sind, dann packt man diese Scheibe auf den Plattenteller oder legt sie in den CD-Schacht und seufzt einmal tief. Deswegen hier noch einmal die dringende Bitte: hört euch das aktuelle Meisterwerk von Titus Andronicus noch ein paarmal in Ruhe an, bevor ihr denkt, ihr hättet in diesem Jahr schon alles Wichtige gehört. Als kleine Erinnerung hier der fantastische Abschluss der Platte.

Uli beschreibt Video und Song mal wieder absolut treffend: Wie Titus Andronicus hier in The Battle Of Hampton Roads die letzte Schlacht fechten, textlich und musikalisch, unser Erzähler sich in der Katharsis des Punks seinen ganzen Abscheu aus der Seele kotzt und am Ende doch als bettelnder Verlierer zurückbleibt. Doch dann Bläser, Streicher die sich nicht unterkriegen lassen. Und gottverdammt ja, dieser Dudelsack, und alles schwingt sich auf, reißt die Faust zum großen Finale empor das natürlich, wohlwissend was das für ein Klischee ist und es trotzdem machend weil es einfach sein muss, in einem schamlos jaulenden Gniedelsolo endet. Also ja… das hat schon was für sich, irgendwo.

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Titus Andronicus | FOR NO ONE from FOR NO ONE on Vimeo.

2 KOMMENTARE

  1. wieso sollte man das album vergessen? nur weil es nicht gehyped wurde?

    das wäre schade. denn “the monitor” ist eines der großartigsten alben 2010. und das sage ich, obwohl ich ja eigentlich eher andere musik höre sonst.

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