Foto: Nuscreen, CC-Lizenz

Damals
Es fing alles mit einem Kassettenrekorder an. So einem einfachen. Kennt ihr die noch? Damit konnte man Kassetten abspielen und etwas mit dem eingebauten Mikrofon aufnehmen. Ich hörte damit meine Drei ???-Kassetten und meine wenigen Musikkassetten. Wenn die ZDF Hitparade mit Dieter Thomas Heck lief, schnitt ich die besten Song mit. Inklusive den empörten “Shhhhs!” und dem oft gehörten Satz “Könnt ihr bitte leise sein?”. Ich produzierte auch eigene Hörspiele, die damals hauptsächlich im Weltraum spielten, denn irgendwann habe ich herausgefunden, das die Feder meiner Schreibtischlampe gezupft genauso wie eine Laserkanone klang, zumindest bildete ich mir das ein.

Durch diese Beschäftigung mit dem Medium Kassette lernte ich so einiges. Zum Beispiel, das man gekaufte aber nicht mehr benötigte Kassetten einfach in bespielbare umwandeln konnte, indem man oben die sogenannten Löschöhsen abklebte. Oder wie man die vom Laufwerk gefressenen Tapes wieder reparierte. Tesafilm sei Dank!

Aber das war ganz früher. Es ging weiter mit einem Stereokassettenrekorder mit eingebautem Radio, dann gab es die erste Kompaktanlage mit Doppelkassettenlaufwerk (Highspeeddubbing!), Plattenspieler und Radio von der Firma Schneider. Irgendwann der erste CD-Player, damals für 350 DM ein richtiges Schnäppchen. Später wurde die Kompaktanlage dann gegen das 70er HiFi-Ungetüm vom Vater eines Freundes eingetauscht. Der Verstärker fabrizierte einen satten Sound und wog eine halbe Tonne. Das Teil begleite mich durch mein Studium und war immer das Herz meines Musikkonsums. Zu seiner Hochphase diente er als Schaltzentrale des selbstgebauten DJ-Pults, welches Platz für zwei Plattenspieler, zwei CD-Player, zwei versenkte Plattenkisten und diverse Mischpulte bot.

Heute
Vor ein paar Jahren wurde entrümpelt. Übrig blieb mein jetziges Setting. In der Küche läuft morgens immer Radio 1 auf einem iPal von Tivoli Audio. Ein tolles Gerät, bei welchem leider der Akku seit Jahren seinen Geist aufgegeben hat. Im Wohnzimmer steht unter dem Fernseher mein zweiter, uralter und unkaputtbarer CD-Player, angeschlossen an sogenannte PC Boxen. Die bestehen aus einem Subwoofer und zwei Lautsprechern. Der Klang ist ausgesprochen gut und reicht für unsere gute Stube allemal.

Unterwegs höre ich aktuell mit meinem neuen Smartphone Musik. Ich habe ein paar ganz gute In-Ear-Kopfhörer mit Rufannahmefunktion; auf dem Fahrrad meiner Meinung nach unersetzlich. Da ich einen Fahrweg von knapp 40 Minuten pro Strecke habe, komme ich so meist auf zwei Alben am Tag nur auf dem Rad. Ich höre sowohl MP3 (gekauft und bemustert) als auch mit der Spotify App.

Auf der Arbeit sitze ich den ganzen Tag mit Kopfhörern herum, entweder auf den Ohren oder um den Hals. So fette Dinger mit richtigen Ohrmuscheln, die auch nach 8 Stunden keine Knorpel flachdrücken. Unterhalb meines rechten Monitors liegt dabei immer ein Stapel CD (meist Bemusterungen), auf dem Rechner höre ich dann mit iTunes oder Spotify. Eher selten streame ich mit dem Browser meine archivierte Musik bei Google Music.

Wie ihr seht, ist meine aktuelle Ausstattung ganz und gar nicht Highend, und ich würde mich selber auch nicht als audiophil bezeichnen. Mir persönlich reicht es aber vollkommen, und das ist die Hauptsache.

2 Kommentare

  1. Also ich habe ähnliche Erfahrungen in meiner Kindheit gemacht. Früh hatte ich so einen Kassettenrekorder und habe die alten Songs meiner Eltern gehört. Später entdeckte ich, dass ich damit so gut wie alles aufnehmen konnte (war bereits mit Mikro). So habe ich dann leider auch viel überspielt 🙂
    Dann habe ich den alten Sternrekorder meiner Mutter in Beschlag genommen. Da stellte ich dann Rekorder gegenüber von Rekorder und habe so Kassetten überspielt. Merkte dann aber schnell, dass man da ja auch jedes Hintergrundgeräusch mitbekommt 😉
    Und dann endlich, bekam ich meinen Doppelkassettenrekorder mit Highspeed-Dubbing und Auto-Reverse! Geiles Teil. Von nun an türmten sich bei mir die Tapes mit Radiomitschnitten. Überhaupt habe ich viel aus dem Radio aufgenommen (die gesamten 90er durch).

    Jetzt verrichten hier ein Receiver von Kenwood gemeinsam mit meiner Squeezebox Classic den Löwenanteil an Musikbeschallung. Unterstützt von den B&W-Boxen die meine Frau (!) in die Beziehung gebracht hat.

    Das zweite Zimmer bespielt eine Squeezebox Boom. Spotify liefert die Inhalte. Was mir gefällt kaufe ich dann als Mp3 oder Vinyl (den Plattenspieler mit USB-Anschluss habe ich mir hierfür auch vor ein paar Jahren geleistet).

    Einen CD-Spieler gibt es nicht mehr. Wenn nötig, muss das in der PS3 abgespielt werden. Ansonsten rippe ich gekaufte CDs einfach um sie über die Squeezeboxen spielen zu können.

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