Verbraucherschützer in Europa kritisieren den iTunes Music Store von Apple meiner Meinung nach völlig zurecht. Nun hat die dpa den Marketing-Chef Apples, Phil Schiller, in San Francisco zu diesem Thema befragt.
Folge man der Kritik der Verbraucherschützer, liefe dies letztlich auf eine Abschaffung der Systeme zum Digital Rights Management (DRM) hinaus, mit dem Apple vor allem die Rechte der Musiker verteidige, sagte Schiller am Mittwoch in einem Gespräch mit der dpa in San Francisco. “Die größten Wettbewerber im Online-Musikmarkt sind immer noch die Diebe, die geschütztes Material im Internet verteilen.”Das mit dem von Apple eingesetzten DRM-System vor allem die Rechte der Musiker geschützt werden, halte ich doch für arges Marketinggewäsch. Viel eher schützt man das Duo iPod/iTunes. Und die Argumentation, das die größten Wettbewerber immer noch die Diebe seien…..sorry, was bitte hat das mit der von Apple verwendeten DRM-Technologie zu tun? Dieser “Schutz” hält doch niemanden ernstlich davon ab, digitale Kopien der Werke in Tauschbörsen zur Verfügung zu stellen (höchstens vielleicht die Qualiät der Dateien).
Weiterhin behauptet Schiller: “Dieser Markt ist jung und sehr umkämpft. Die Kunden haben alle Möglichkeiten zur Auswahl. Sie könnten bei Sony oder Microsoft einkaufen. Sie entscheiden sich aber mehrheitlich für die Kombination iTunes/iPod von Apple.” Völlig richtig, sie könnten. Aber die meisten schrecken vor dem Formatwirwarr und den Inkompatibilitäten zurück. Man kann eben nicht ohne größere Probleme bei Microsoft oder Musicload kaufen und dann auf dem iPod hören.

Hierfür braucht man Zusatztools, Brenner, Rohlinge oder was weiß ich. Solange die Onlineshops nicht ähnlich einfach funktionieren wie der Kauf einer CD (kaufen wo man will und immer auf den gleichen Geräten abspielbar), solange werden die Verbraucherschützer ihnen hoffentlich auf die Finger hauen. Das würde ich mir zumindest wünschen.

via heise

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