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Fiktion und Wirklichkeit

Es gibt da so ein Phänomen. Ok, vielleicht ist Phänomen zu hochtrabend, eher eine Eigenart von mir. Ich meine diesen Moment, in dem man das erste Mal ein Foto der Band sieht, deren Album man seit Wochen immer wieder begeistert hört. Dann schaue ich ungläubig auf dieses Bild und denke: “So sehen die aus? Die hatte ich mir ganz anders vorgestellt!”

So ging es mir zum Beispiel bei den Killers. Deren Debütalbum “Hot Fuss” wusste mich damals sehr mitzureißen, und in meiner Vorstellung war da dieser Sänger mit etwas längeren blonden Haaren, zu einer Art Un-Frisur zerstrubbelt, im Stil der Sixties gekleidet. Der Schock war entsprechend groß, als ich Brandon Flowers das erste Mal auf einem Lichtbild sah.

Oder Spoon. Nie im Leben hätte ich diese charismatische Stimme einem (oftmals) sonnenbebrillten Blondschopf zugeordnet. Eher so einem Typen wie Julian Casablancas von den Strokes. Bei den Arctic Monkeys war es ähnlich. So ein Milchbubi besitzt eine so ausdrucksstarke und einzigartige Singstimme?

Worauf ich damit hinaus will? Keine Ahnung. Ist mir gerade eben so durch den Kopf gegangen. Ich finde es erstaunlich, wie musikalisch befeuerte Bilder im Kopf durch Bilder in Magazinen zerstört werden. Das ist manchmal verdammt schade.