“It’s been 15 or 16 years since the last truly classic album, but I think we’ve done it.” Da gibt sich Gitarrist und Songwriter Serge Pizzorno aber ziemlich großspurig. Für mich klingt das agressiv auftretende Album (das Cover, das Ausrufezeichen) etwas richtungslos. Mal klingt die Band wie im Titelsong nach Kasabian, dann nach Alex Turner (“Good Bye Kiss”), dann nach den Last Shadow Puppets (“Let’s Roll Like We Uesed To”) oder auch Kula Shaker (“Acid Turkish Bath (Shelter from the Storm)”). Das man dann sogar noch Kraftwerk und Big Beat bemüht, ist bezeichnend.

Was mich neben dem schlingernden Kurs durch die Untiefen der Musikgeschichte jedoch am meisten irritiert, ist der schwachbrüstige Sound. Die Songs fordern geradezu nach Druck, körperliche Unversehrtheit sollte das Letzte sein, was dieses Album will. Aber das klingt irgendwie alles so…lustlos.

Die Velociraptoren, die wir in Jurassic Park kennenlernen durften, jagen gemeinschaftlich, sind intelligent und extrem kompromisslos und gefährlich. Mit diesen Dinosauriern hat das aktuelle Album aber wenig zu tun. Und dennoch: irgendwie mag ich es. Warum auch immer.

Albumstream: Kasabian – “Velociraptor!”

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