Ich sitze hier gerade etwas fassungslos vor meinem Bildschirm. Das Matthew Bellamy und seine Mitstreiter inzwischen in Sphären musizieren, für die ich kein passendes Sauerstoffgerät habe, habe ich inzwischen akzeptiert. Vor sechs Jahren schrieb ich allerdings noch: Meine Fresse, das ist objektiv betrachtet eine einzige gequirlte Kacke. Aber die Fans werden es lieben. Und deswegen werde ich spätestens jetzt auch einer. Subjektiv ein Meisterwerk!

Spätestens mit “The Resistance” schlug meine Subjektivität aber in die andere Richtung aus, und seitdem habe ich die Band nur noch am Rande verfolgt. Aber das hier lässt mich doch etwas fassungslos zurück. Was soll das sein? Ein Bastard aus Batman-Score, Queen und Skrillex? Der Skrillex-Part ist ja ganz gut gelungen (man kann auch sagen: absolut dreist kopiert), aber der Rest will so gar nicht dazu passen. Oder haben sie eigentlich vorgehabt, einen hundertprozentigen Skrillex-Song zu basteln, am Ende aber Muffensausen bekommen?

Ich als Nicht-Fan zitiere mich gerne noch einmal selber: gequirlte Kacke. Gibt es unter euch ein paar Muse-Fans? Was haltet ihr davon?

6 KOMMENTARE

  1. puh. das ist anstrengend. ich also so “einigermaßen muse fan” kann natürlich immer noch behaupten, dass die neue single besser als jedes skrillex-stück ist, aber grundsätzlich es es ganz schön verstörend. ja verstörend trifft es ganz gut.
    ich stelle mir gerade eine muse-typisch in die länge gezogene live-umsetzung vor und bekomme das schaudern. sphärisch ist zwar schön und gut, aber das hier ist stark an der zielgruppe vorbei… (da braucht auch keiner mit musikalischer weiterentwicklung kommen)

  2. Hmm, schwere Entscheidung. Ist das jetzt absolut genial oder riesiger Mist? Ich schwanke echt zwischen den Extremen hin und her. Die meisten Songs auf “Resistance” gefielen mir ja noch gut und “United States of Eurasia” ist in meinen Augen der beste Song, den Muse bisher geschrieben haben, während ich “Undisclosed Desires” aber ganz schrecklich fand. Polarisieren können die Jungs ja sehr gut. Von daher muss ich mir das Teil noch öfters anhören. Nach dem ersten Bauchgefühl ist es auf alle Fälle besser als dieser halbgare Song zur Olympiade und die Idee, Dubstep mit Gitarre und Schlagzeug zu machen, ist mir eigentlich ganz sympathisch.

    @Martyn: Beim Stichwort “Zielgruppe” wüsste ich gar nicht so wirklich, wo die bei Muse mittlerweile anzusiedeln ist. Das letzte Album war ja an sich auch eine ziemliche Wandlung. Das hat man von dem davor aber auch schon gesagt und irgendwie ist aber aus jedem Song immer Muse herauszuhören. Mich konnten sie seit ihrem Erstling immerhin bisher mit jedem Album zumindest soweit begeistern, dass ich mich auf’s nächste gefreut hab. Mal sehen, ob’s diesmal so bleibt!

  3. Ich hab mir den Song erst zig Mal angehört, bevor ich etwas über ihn schreiben konnte und wollte. Ich war in einer ähnlichen Situation wie Alex (beetFreeQ) und schwankte zwischen den Extremen. Obwohl ich bisher überhaupt keinen Dubstep gehört habe, bin ich nun der Meinung, dass dieser Song ein absolut gelungener Schachzug von Muse ist. Habe mich auf meinem Blog mal dazu ausgelassen.

    Darüber hinaus denke ich nicht, dass noch ein weiterer Song auf “The 2nd Law” diesem Stil entsprechen wird.

  4. Darüber hinaus denke ich nicht, dass noch ein weiterer Song auf “The 2nd Law” diesem Stil entsprechen wird.

    @Basti: Doch, soweit ich gelesen hab, wird es noch mehr Songs mit Dubstep-Elementen auf dem Album geben. “The 2nd Law: Unsustainable” stellt ja zusammen mit “The 2nd Law: Isolated System” das Albumfinale dar und beide Songs sollen wohl von Skrillex inspiriert sein. Außerdem soll wohl auch Dubstep-Produzent Nero an mindestens einem weiteren Song (“Follow Me”) beteiligt gewesen sein. Davon abgesehen hat die Band wohl auch wieder Queen- und Led-Zeppelin-Elemente untergebracht und außerdem wohl auch etwas Funk eingebaut. Da kann man ja fast nur gespannt sein, was da wirklich draus geworden ist!

  5. Ich warte mal noch ab. Ich bezeichne mich als Muse-Fan, aber das hier gefällt mir erst mal nicht. Das heißt aber nicht, dass es mir im Album-Kontext nicht doch zusagen könnte. Abwarten und Tee trinken. Sigur Ros “Valtari” finde ich mittlerweile auch sehr genial und hatte starke Anlaufschwierigkeiten.

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