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Reingehört: Kettcar – “Sylt”

sylt18. April
Grand Hote (Indigo)

Mit Kettcar verbindet mich der Sommer 2006, und zwar genau die Fahrradstrecke an der Frankfurter Allee entlang. Dort habe ich die Band kennen- und liebengelernt. Nach dem stellenweise mitreißenden Vorgänger “Von Spatzen und Tauben, Dächern und Händen” war ich doch sehr gespannt, was mir auf “Sylt” geboten wird. Gleich am ersten Tag musste ich bei Finetunes zuschlagen. Das Wochendende verbrachte ich damit, mich in die Platte reinzufinden. Das Ergebnis? “Sylt” ist das erste Album, das mich nicht in seinen Sog zu ziehen vermag. Ich weiß, das ich damit wahrscheinlich allein auf weiter Flur stehen werde, aber was soll ich machen? Sicher sind mit “Graceland” oder “Am Tisch” großartige Songs vertreten, aber zum ersten Mal langweilen mich Kettcar auf Albumlänge. Ich bin mir nicht sicher, ob es an den Songs liegt, an den Texten oder vielleicht auch einfach an dem Umstand, das “Sylt” inmitten einer Zeit mit so vielen anderen großartigen Veröffentlichungen erscheint, die mich gerade extrem fordern. Aber ich gebe ihnen mit Sicherheit noch die ein oder andere Chance.