Gitarre, Schlagzeug, Bass. Mehr braucht es nicht für eine erfolgreiche Band. Auch das Trio Sparkling braucht nicht mehr, um seinen direkten, klaren und präsenten Sound zu entfalten. Dabei bewegen sich die drei jungen Herren aus Köln in der Schnittmenge zwischen minimalistischem Post-Punk und alternativem Hip-Hop.

In ihrer kurzen Bandgeschichte haben sich Luca Schüten, Levin und Leon Krasel schon eine stattliche Fanbase erspielt, sowohl in ihrer Heimatstadt Köln als auch in London. Im Rahmen einer selbst organisierten England-Tour spielten Sparkling im Jahr 2013 zwölf Konzerte in der britischen Hauptstadt und traten unter anderem im Hawley Arms, dem Natural History Museum oder im Sebright Arm auf. Dies dürfte auch der Grund sein, warum das Trio vor kurzem nach London umgezogen ist. Dort leben die drei zusammen in einer kleinen Einzimmerwohnung, proben und jobben am Tag und spielen sich Abends durch die Clubs der Stadt.

Und da gehören ihre Songs auch hin: in den kleinen, verschwitzten Club. Dort dürfte sich die Energie am besten entfalten. Im Studio geht davon allerdings ein wenig verloren. Ich begrüße die Reduktion und das Kompromisslose ihrer Herangehensweise, und ich verstehe das Songwriting. Zumindest glaube ich das. Aber die Studioversionen der fünf Songs auf der EP klingen mir ein wenig zu repetitiv und zu reduziert.

Dennoch mag ich die EP, und ich wünsche den Jungs viel Glück in der großen Stadt. Und ich hoffe, dass wir bald wieder von ihnen hören werden.

6/10

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