Seit Ende des letzten Jahres finden sich auch Songs vom Major Warner Music im MP3-Angebot von Amazon. Dieser Schritt mag komisch erscheinen, da die Firma in Sachen DRM bisher eher als Hardliner aufgetreten ist. In einem Rundschreiben an die Mitarbeiter erklärte nun CEO Edgar Bronfman jr. diesen Schritt folgendermassen:

“In den letzten Jahren hat sich aber in Sachen Interoperabilität der verschiedenen Downloadplattformen nur wenig verändert”, so Bronfman heute, der auf eine Koexistenz der Systeme gehofft hatte. “Daher sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die gegenwärtigen Handschellen, die durch die fehlende Kompatibilität der Systeme für Händler und Kunden bestehen, das Wachstum des Digitalgeschäfts beeinträchtigt wird.” Bronfman gab zugleich zu, dass man schon früher zu dieser Einsicht hätte gelangen können.

Willkommen in der Gegenwart! Aber auch über die Zukunft scheint man sich Gedanken zu machen:

Außerdem machte er vage Ankündigungen zu künftigen digitalen Aktivitäten des Unternehmens. Seinen Katalog zu digitalisieren und online zu vermarkten, sei ebenso wenig eine digitale Strategie wie der Versuch der Labels, die Verbreitung von gerippten CDs im Internet zu kontrollieren. Es gebe aber durchaus Möglichkeiten, den bislang nicht autorisierten Austausch von Audioinhalten im Netz in Umsätze umzumünzen, erklärte Bronfman. Das gelte sowohl für die eigene Firma als auch für die gesamte Branche. An dieser Front könne man im Laufe des Jahres Bewegung erwarten, orakelte der Warner-CEO.

Wenn man das Jahr 2007 als das Jahr betrachtet, in dem DRM starb, dann könnte sich in diesem Jahr wieder eine Menge tun. Kriegt die Industrie noch die Kurve?

via Musikwoche (leider nur mit Registrierung)

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