Thorsten Schliesche, Vizepräsident von Napster Deutschland, im Interview mit der Netzwelt. Ein mäßig interessantes Interview, aber folgende Aussage fand ich beachtenswert:

Schliesche: […] Wenn Sie ins Kino gehen, bekommen sie danach auch nicht den Film. Sie zahlen auch monatliche Radio- und Fernsehgebühren…
netzwelt: …aber das darf ich mitschneiden und dann hab ich es auch auf meinem Rechner…
Schliesche: Die Themen “Privatkopie” und “intelligente Mitschneideprogramme” werden aktuell im Rahmen des Urhebergesetzes sehr intensiv und kontrovers diskutiert. Man muss die Ergebnisse abwarten, aber eine klare Regelung ist absolut wünschenswert.

1 Kommentar

  1. Harhar, was ein unsinniger Vergleich.
    Napster lässt sich doch eher mit Pay TV oder einer DVD aus der Videothek vergleichen anstatt eines Kinobesuchs – dieses Erlebnis verschafft auch das dollste Home Cinema nicht.

    Die Analogie zum Kino wäre doch eher ein Konzert. 😉

    Auch sehr schön dieser Satz:
    netzwelt: Wenn ich mein Abo kündige, geht meine Napster-Musik flöten…
    Schliesche: Sie geht nicht flöten, sie bleibt ja auf dem PC. Sie ist nur nicht mehr nutzbar.

  2. Das Argument mit dem Kino hinkt natürlich da man zwischen mechanischer Vervielfältigung und öffentlicher Aufführung unterscheiden muss. Ausserdem bietet Napster keine Musik zeitlich exklusiv bevor sie als Besitz erwerbbar wird. Und zu guter letzt bewegt sich Napster im Bereich Home Entertainment wobei die Betonung auf “Home” liegt.

    Aber vielleicht werden wir schon bald von Napster-Promotionteams nach dem Konzertbesuch angesprochen. Wäre eine gute Idee schließlich könnten Napster dann im direketen Dialog mit dem potentiellen Kunden die vielen unklaren Punkte klären wie: warum die meisten MP3-Player noch nicht mit dem Produkt kompatibel sind, ob die Abokündigung einfach zu bewerkstelligen ist, warum ich seltsamerweise gar keine Musik auf Napster.de finde, usw…

    Ach ja, und warum Napster jetzt nur noch 1 Mio. Songs anbietet – früher waren das doch mal 10 Mio.? 😉 (Spaß muss sein, man hat doch sonst nicht viel zu lachen)

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