promo

05. Mai 2006
Loob (Universal)

havarienEines vorweg: dieses Album braucht Zeit. Es erschließt sich nicht nach dem dem ersten Hören, auch nicht nach dem zweiten. Dafür sind die Rhythmen zu vertrackt und die Texte zu abstrakt. Aber diese Harmonien! Ich liebe “Havarien” alleine schon für den genialen Schlussteil von “Depart”. Dort spielt ein Schifferklavier (?) zusammen mit und vielleicht auch gegen die restliche Band eine wunderbare Melodie.
Und dazu dann ein Text wie: “Ob wir uns nun berühren / um anderer Worte willen / es bleibt kein Wort davon zurück / ob wir uns dann bewegen / nur umeinander fortzuführen / dieser Moment geht an die Zeit zurück”

Das ist ganz und gar nicht einfach zu verdauen. Da wird auch schon mal wie in “Saldo” nach einem ruhigen, fast sakralen Mittelteil ein unglaublich quietschendes und fast schon nerviges Gitarrensolo in den Vordergrund gemixt, das man sich fast die Kopfhörer aus den Ohren reißen will. Aber keine Angst, ein paar Takte später haben Delbo einen wieder da, wo es schön ist.

Einen einzelnen Track besonders hervorzuheben ist schwierig. “Havarien” funktioniert ganz klar als Gesamtkonzept mit einer einzigartigen Grundstimmung. Und die gefällt mir.

Wertung: 7 von 10
7 punkte

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