Vor 10 Tagen fand sich eine E-Mail mit folgendem Text in meinem Postfach:

“Sehr geehrte Damen und Herren, wir, drei Studenten der Universität Mannheim, haben mit simfy.de vor wenigen Tagen eine neuartige und in Deutschland bislang einzigartige Suchmaschine für legale Musikdownloads mit integriertem Preisvergleich online gestellt. simfy.de steht für „simplify your music search“ und durchsucht Online-Musikshops bei denen das Herunterladen von Musik ohne Zusatzsoftware möglich ist.”

Aha. Klang erstmal interessant, aber weiter nachgeforscht habe ich nicht. Heute lese ich dann bei Spiegel Online einen Bericht über Simfy, und da dachte ich: “Teufel auch, jetzt musst du dir das aber angucken”.

Gesagt getan. Simfy ist also eine in Deutschland einzigartige Suchmaschine für legale Musikdownloads. Entwickelt(?) von BWL-Studenten. Was wird geboten? Als erstes eine sehr nüchterne, traditionelle Suchmaschinenstartseite, will heißen: ein Eingabefeld. Mehr nicht. Dort gibt man ein, was man sucht, Titel des Songs oder Albums, Name des Künstlers. Ist klar. Oder man benutzt gleich die erweiterte Suche.

In welchen Online-Shops wird gesucht? AOL, Bleep, fine.Records, Finetunes, four music, freenet, Kiddo Records, Mediaonline, medionmusic, Musicload, o2 Music, OggStar, plattenladen.tv, Saturn, yomama. Erfreulich, das Bleep und Finetunes dabei sind.

Nun denn, frisch ans Werk. Was suche ich? “Funeral” von Arcade Fire. Angeblich in 16 Shops gefunden. Ne, moment, es werden aber nur 3 angezeigt. Wäre ja auch seltsam, es gibt ja nur 15 durchsuchte Onlineanbieter. Ach so, der Link hinter 16 führt mich zu Bleep? Nun gut, Kinderkrankheiten. Klicke ich nun auf den Albumtitel, dann komme ich auf eine Einzelübersicht. Mit Rezension aus der Amazon-Redaktion und der Möglichkeit, mir dort die CD zu ordern. Netter Service, zumal ich den Preis des Tonträgers mit der rein digitalen Variante auf einen Blick vergleichen kann.

simfy

Darunter tabellarisch aufgelistet die Angaben zu folgenden Kriterien: Kopieren, Brennen, Hören, Format, Qualität, Shop, Preis. Gute Idee, aber leider noch nicht ausgereift, da z.B. bei meinem Test einfach zu viele Angaben fehlten. Darunter noch die Übersicht über die Einzeltracks des Albums, ebenfalls mit Preisvergleich der einzelnen Shops.

Andere Stichproben liefern ähnliche Ergebnisse. Recht gute Trefferquote, Amazon-Rezension, Auflistung der Features. Meiner Meinung nach aber zu oft “keine Angabe”. Das ist schade. Und einer der größten Minuspunkte: iTunes als Marktführer (ok, ok, Susanne, oder Nummer 2) fehlt. Obwohl….da kosten die Songs eh alle gleich viel.

Um es kurz zu machen: sehr interessanter Ansatz mit noch vorhandenen Lücken und kleinen Fehlern. Das Potential ist da. Die Idee, einfach nach einem Album oder Song zu suchen und übersichtlich alle Preise der Onlinehändler inklusive Amazon präsentiert zu bekommen finde ich gut. Ich beobachte euch, Jungs.

SIMFY.DE

1 Kommentar

  1. und außerdem heißt es ja: “das Herunterladen von Musik ohne Zusatzsoftware möglich ist.” iTunes fällt da also logischer weise raus, da man ja bekanntlich (woozaa!) iTunes braucht, naja also das programm.

  2. Musikbremse? Ihr vergleicht doch keine Downloads, da kommen doch nur physische CDs als Ergebnis!

    Und in das Suchfeld passt nicht einmal “Queens of the stone age”, das “age” ist wohl zu viel. An “..trail of dead” gar nicht zu denken, geschweige denn “Frankie goes to..”, aber lassen wir das..

DEINE MEINUNG?

Please enter your comment!
Please enter your name here