The Dead Weather – “Sea of Cowards”
21. Mai 2010, Warner
7/10

Das ging schnell. Das Projekt um den äußerst kreativen Jack White kommt mit dem nächsten Album um die Ecke. Es ist genauso schmutzig, erdig, zerfranzt und wuchtig wie das Debüt. Allerdings brauchen die Songs diesmal länger, sie sind nicht mehr so zugänglich. Ein wenig mehr Arbeit und Feinschliff wäre vielleicht nicht schlecht gewesen, einige Stücke haben mitunter ein wenig Jam-Charakter. Trotzdem mehr als solide.

3 Anspieltipps: “The Difference Between Us”, “Gasoline”, “Dy By The Drop”

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The Drums – “The Drums”
04. Juni 2010, Cooperative
6/10

Ein paar gute Songs, schöne Melodien, ein gewisser Charme. Kleine Ohrwürmer irgendwo zwischen Joy Division und Surf Music, reduziert bis aufs Mark. Aber oft auch das Gefühl, das die Band es ein wenig mit ihrem Stilbewusstsein übertreibt und die Songs mitunter etwas blutleer wirken. Wenn man die Instrumentierung so weit runterfährt, dann brauchen die Songs Substanz. Die fehlt hier und da. Vielleicht hätten sie einfach eine zweite EP hinterherschieben sollen.

3 Anspieltipps: “Forever And Ever Amen”, “Best Friend”, “Skippin’ Town”

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Stornoway – “The Beachcomber’s Windowsill”
28. Mai 2010, 4ad/Beggars Group
9/10

Die nächste Folk-Platte von der Insel. Nicht so offensichtlich wie Mumford & Sons, eher ein wenig subtil wie Noah & The Whale. Unglaublich vielfältiges Debüt, hat von beschwingtem Indie-Pop mit Beach Boys-Anleihen (“I Saw You Blink”) über lupenreinen Folk mit Banjo (“We Are The Battery Human”) bis hin zu athmosphärisch dichter Melancholie (“The Coldharbour Road”) eine Menge zu bieten. Komischerweise sticht hier kein Song über die Maßen heraus, trotz der Vielfältigkeit ist “The Beachcomber’s Windowsill” wie aus einem Guss. Und mit “Boats And Trains” hat das Debüt noch einen der besten Rausschmeißer der jüngeren Folk-Geschichte zu bieten. Wundervoll.

3 Anspieltipps: “Zorbing”, “I Saw You Blink”, “Boats And Trains”

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Cha-Cha – “‘We Are…”
10. Mai 2010
Pop Noodle Records
7/10

Das Trio aus London ist erfolgreich unter dem Hype-Radar geblieben und hat Anfang Mai sein Debüt bei dem kleinen Label Pop Noodle veröffentlicht. Geboten werden unaufgeregte kleine Indiepop-Perlen, die oft an die Kooks und an Phoenix erinnern. Ich sehe für dieses Album voller potentieller Singleauskopplungen nur ein Problem: der Sommer lässt auf sich warten. Und ohne Sonne mag diese Musik ihr Potential nicht so recht zu entfalten. Aber an lauen Sommerabenden am Strand, in der verschwitzten Indie-Disco oder auf der WG-Einweihungsparty sollten die Songs mehr als gut funktionieren.

3 Anspieltipps: “Sit You Down”, “The Fellowship”, “Phonographic Love”

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Wieso kurz und knapp? Da ich es nicht schaffe, hier zu allen Promos und interessanten Neuveröffentlichungen Einzelkritiken abzuliefern, werde ich in unregelmäßigen Abständen mehrere Platten in einem Beitrag besprechen. Und das kurz und knapp. Nicht so kurz wie in den 140er-Reviews, die ich gerne beibehalten möchte, aber so zwei, drei, vielleicht auch mal vier Sätze sollten genügen. Zusätzlich eine kleine Wertung von 1-10, das war’s.

3 KOMMENTARE

  1. Bei “The Dead Weather” hatte ich eher das umgekehrte Gefühl. Auf mich wirkten die neuen Songs weit ausgefeilter als auf dem Debut, wo der Jam-Charakter meiner Meinung nach noch größer war. Dass die Songs dabei nun sperriger wurden, kommt mir dabei nur recht! 😉

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