Underworld (ja genau die, die mit “Born Slippy” eine der prägnantesten Akkordfolge im Dancebereich komponierten) haben keinen Plattenvertrag mehr. Aber keine Angst, diese Abkehr von der Industrie ist freiwillig. Karl Hyde und Rick Smith vermarkten ihre Musik in Eigenregie und ausschließlich übers Netz.
Hyde und Smith sind nicht die ersten Musiker, die das Internet entdeckt haben. Underworld ist nur der erste wirklich prominente Act, der seine Aktivitäten komplett aus der Sphäre der Plattenindustrie in das der digitalen Selbstvermarktung verlagert hat. Und zwar absichtlich „unter die Schwelle von Aufmerksamkeit, die Plattenfirmen für den Verkauf von CDs brauchen“, wie Hyde sagt.Ich hatte mir im Dezember die zweite Veröffentlichung “Pizza For Eggs” heruntergeladen und war recht angetan. Dirk Peitz von der Sueddeutschen traf sich jetzt mit den beiden Musikern am Flughafen Stansted und redete mit ihnen über ihre Musik.

Die beiden Veröffentlichungen “pizza for eggs” und “lovely broken thing” gibt es übrigens hier: http://www.underworldlive.com

1 KOMMENTAR

  1. “..der erste wirklich prominente Act..”

    das stimmt ja wohl nun so überhaupt nicht – ich meine, der erste act ist wohl prince, der sich selbst im netz vertreibt und das in kompletter eigenregie.

  2. oh, das ist wohl an mir vorbeigagangen. asche über mein haupt 😉
    aber wollen underworld ernsthaft kein vinyl mehr rausbringen? es gibt doch sicher noch dj’s, die die musik auch auflegen wollen…..

  3. Und soviel ich weiss, will George Michael ebenfalls seine neuen Werke selbst über das Internet vertreiben. [ …Der britische Popstar George Michael hat am Mittwoch in einem Interview mit der BBC angekündigt, sich aus dem Musikgeschäft zu verabschieden. Sein Mitte März erscheinendes Album „Patience“ soll das letzte sein, dass noch über die klassischen Vertriebswege verbreitet wird. Danach will Michael seine Songs nur noch im Netz verschenken….] (Zitat Netzwelt)

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